Samstag, 24. September 2016

Renzi kritisiert Nein zu Olympia: „Angst vor Herausforderung“

Italiens Regierungschef Matteo Renzi hat Bürgermeisterin Virgina Raggi für ihr Nein zur Olympia-Bewerbung Roms scharf kritisiert und ihr fehlenden Mut vorgeworfen.

Matteo Renzi (im Bild) kritisiert das Nein zur Olympia-Bewerbung Roms - Archivbild
Matteo Renzi (im Bild) kritisiert das Nein zur Olympia-Bewerbung Roms - Archivbild - Foto: © LaPresse

„Wenn man Nein sagt, Angst hat, vor einer großen Herausforderung zurückzieht anstatt ihr ins Gesicht zu sehen, hat man den Beruf verfehlt“, sagte Renzi laut Nachrichtenagentur Ansa am Samstag bei einer Veranstaltung in Prato.

Raggi hatte am Mittwoch ihr Veto gegen die Bewerbung Roms für die Olympischen Sommerspiele 2024 erklärt und dies unter anderem mit den hohen Kosten begründet. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtrat. Renzi hatte die Bewerbung von Beginn an unterstützt.

"Unglaubliches Eingeständnis von Unfähigkeit"

„Zu sagen, dass man die Olympischen Spiele aus Angst vor Korruption nicht austragen will, ist ein unglaubliches Eingeständnis von Unfähigkeit von Seiten der Führung dieser Stadt“, kritisierte er. „Wenn man noch acht Jahre Zeit und nur ein bisschen Glaubwürdigkeit und Durchsetzungsfähigkeit hat, bekommt man die Kriminellen.“

Rom kämpft seit Jahren mit Korruption und Misswirtschaft, vor allem bei der Vergabe von Aufträgen für Großprojekte. „Nicht große Vorhaben werden gestoppt, sondern die Kriminellen“, forderte Renzi.

dpa

stol