Donnerstag, 30. Juli 2015

Rio: Olympia-Wasser dreckig und gefährlich

Die Nachrichtenagentur AP hat das Wasser von Rio prüfen lassen. Die Ergebnisse sind demnach alarmierend. Hohe Werte von Bakterien und Viren sollen festgestellt worden sein.

In Rio de Janeiro muss sich etwas ändern und zwar schnell.
In Rio de Janeiro muss sich etwas ändern und zwar schnell. - Foto: © shutterstock

„In dem ersten unabhängigen umfassenden Test auf Viren und Bakterien an den olympischen Stätten wurden seit März vier Runden durchgeführt“, erklärte die Associated Press (AP) am Donnerstag. Die Ergebnisse hätten internationale Experten alarmiert und Athleten bestürzt.

Einige Sportler seien bereits krank, schrieb die Nachrichtenagentur. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine Menge Sachen in deinen Körper kommen, wenn du darin schwimmst und das Wasser in deinen Mund oder deine Nase gelangt“, so der australische Segler Ivan Bulaja. Es sei die schlechteste Qualität, die er in seiner Karriere bislang vorgefunden habe. In dem Gewässer vor Rio sollen die Segel- und Freiwasserwettbewerbe sowie das Schwimmen des Triathlons stattfinden.

„Was man dort vorfindet, ist eigentlich ungeklärtes Abwasser“, so der Marine-Biologe John Griffith vom unabhängigen „Southern California Coastal Water Research Project“. Er hatte die Protokolle, Methoden und Ergebnisse des AP-Tests untersucht.

Handeln ist gefragt

Trotz Säuberungsaktionen in der Bucht von Guanabara war das Wasser immer noch stark verschmutzt. Sollte sich die Wasserqualität dort nicht verbessern, müssten die Regatten der Olympischen Spiele 2016 an anderer Stelle stattfinden, hatte der Wettbewerbschef des Internationalen Segelverbandes, Alastair Fox, bereits im April gewarnt. Schwimmer und Triathleten sind ebenfalls seit längerem besorgt.

dpa

stol