Mittwoch, 21. September 2016

Rom sagt Nein zu Olympia 2024

Rom wird aller Voraussicht nach seine Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 zurückziehen. Bürgermeisterin Virginia Raggi unterstützt die Bewerbung nicht und führt vor allem ökonomische Gesichtspunkte ins Feld.

Kein Startschuss in Rom: Die italienische Hauptstadt bewirbt sich wohl doch nicht für Olympia 2024.
Kein Startschuss in Rom: Die italienische Hauptstadt bewirbt sich wohl doch nicht für Olympia 2024. - Foto: © LaPresse

Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi sagte am Mittwoch in Rom, sie sei gegen die Kandidatur und unterstütze das Projekt nicht. „Es ist unverantwortlich, Ja zu dieser Kandidatur zu sagen“, betonte Raggi und meinte gegenüber der Presse, dass die italienische Hauptstadt noch Schulden aus der Zeit der Olympischen Spiele von 1960 und der Fußballweltmeisterschaft von 1990 zurückzuzahlen habe. 

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Scharfe Kritik des CONI

Das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) hatte zuvor erklärt, ohne die Zustimmung der Stadt werde es keine Bewerbung geben. CONI-Präsident Giovanni Malagò zeigte sich von der Entscheidung Raggis schwer enttäuscht und meinte, laut italienischer Nachrichtenagentur Ansa, ihre Behauptungen über die Schulden von 1960 seien Populismus.

Für Rom ist es nach dem Aus für die Kandidatur um die Spiele 2020 wegen der Finanzkrise der zweite Rückzug innerhalb kurzer Zeit.

Verbliebene Bewerber sind damit noch Paris, Los Angeles und Budapest.

apa/dpa/stol

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