Wie sind Ihre Gefühle vor Ihrem ersten EM-Einsatz?Wayne Rooney: „Ich bin natürlich hoch erfreut, wieder Teil des Teams zu sein. Die Jungs haben es bislang sehr gut gemacht, wir sind in einer guten Position. Ich hoffe nun auch, die Chance zum Spielen zu bekommen.“Sie sind in der Vorbereitung gegen Belgien eingewechselt worden, haben aber wegen der Sperre kaum Spielpraxis. Sind Sie fit?Rooney: „Ich bin gut drauf. Ich habe ja an jedem Training teilgenommen und kann es kaum erwarten, auf das Spielfeld zu kommen.“Alle Augen werden nun auf Sie gerichtet sein. Ihre Sturmkollegen haben vor allem gegen Schweden toll gespielt. Verspüren Sie Druck?Rooney: „Natürlich erhöht das den Druck auf mich. Aber den Druck haben wir alle, wir sind ein Team. Und wir können doch froh sein, ein paar Tore geschossen zu haben. Es ist doch toll für mich, Konkurrenz zu haben und ich weiß, dass ich mein Bestes geben muss, um ins Team zu kommen und dort auch zu bleiben. Das ist doch super für die Mannschaft. Und ich werde die EURO ja auch nicht alleine gewinnen können, sondern habe zum Glück noch 22 Mitspieler.“Ist jetzt ihr Moment bei der EM gekommen?Rooney: „Das hoffe ich doch. England ist mehr als eine Fußball-Nation. Wir haben nur bei den letzten Turnieren wenig gerissen. Hoffentlich klappt es diesmal. Wir haben eine großartige, tolle junge Mannschaft. Bei der Fußball-Geschichte unseres Landes müssen wir einfach Turniere gewinnen.“Wir meinten eigentlich Sie persönlich...Rooney: „Ach, da gilt das Gleiche wie für uns als Team. Es geht nicht um mich.“Bereuen Sie ihre Rote Karte aus dem EM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro?Rooney: „Was passiert ist, war ein großer Fehler. Ich habe mich entschuldigt und meine Strafe jetzt abgesessen. Ich habe meinen Preis bezahlt und habe kein Problem mehr mit meinem Temperament. Ich bin jetzt froh, wieder zu spielen.“Hatten Sie wegen der Sperre Befürchtungen, gar nicht nominiert zu werden?Rooney: „Natürlich. Mit der eigentlich ausgesprochenen Drei-Spiele-Sperre wäre ich wahrscheinlich nicht hier.“England braucht gegen Gastgeber Ukraine noch einen Punkt für das Viertelfinale – eine einfache Aufgabe?Rooney: „Wir wollen natürlich die drei Punkte, wie in jedem anderen Spiel auch. Das wird aber diesmal eine große Herausforderung. Die Ukraine wird eine Riesen-Unterstützung haben, aber wir kennen solche Situationen und wissen damit umzugehen. Hoffentlich können wir da bestehen. Wir müssen nur an uns glauben.“Wie beurteilen Sie die bisherige Arbeit von Trainer Roy Hodgson? Auch im Vergleich zu seinem italienischen Vorgänger Fabio Capello.Rooney: „Es hilft uns, dass er Engländer ist. Wir haben keine Verständigungsprobleme mehr. Er gibt uns viel Freizeit und versteht einfach sehr gut, was wir brauchen.“dpa