„Es gibt den alten Stand, dass Jupp Heynckes und wir verabredet haben, in 2013 die Dinge zu besprechen. Der Jupp hat keine Eile, und wir haben keine Eile“, erklärte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge nach dem 6:1-Erfolg in der Champions League gegen den OSC Lille. Aktuell müsse man „nur daran arbeiten“, dass man weiterhin so spiele wie am Dienstagabend gegen das Team aus Frankreich.Sport-Vorstand Matthias Sammer und Heynckes äußerten sich in ähnlicher Weise. „Es ist alles gesagt. Wir haben einen Zeitrahmen – und den werden wir einhalten“, erklärte Sammer. „Spätestens im März setzen sich Karl-Heinz Rummenigge und ich zusammen“, kommentierte Heynckes vollkommen unaufgeregt die Diskussionen um seine offene Zukunft: „Ich habe dazu nicht mehr zu sagen.“ Der Zweijahres-Vertrag des 67 Jahre alten Cheftrainers läuft am Saisonende aus.Eine Verlängerung mit Heynckes wird vom Verein nicht ausgeschlossen. „Eines kann ich sagen: Wir sind sehr glücklich mit ihm, und speziell ich auch“, betonte Sammer. Von den öffentlichen Debatten möchten sich die Münchner Entscheider aber nicht drängen lassen. „Ich mache mir nicht die Gedanken, die andere sich machen“, bemerkte Rummenigge: „Ich muss mir andere Gedanken machen.“Aus dem Kreis der Mannschaft kamen nach dem Kantersieg gegen Lille einige Pro-Heynckes-Äußerungen. „Ich mag den Trainer“, erklärte Franck Ribéry, der bei Heynckes Parallelen zum früheren Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld zog. „Wenn man Erfolg hat, ist es auch der Erfolg vom Trainer. Er macht einen super Job“, bemerkte Arjen Robben: „Die Chemie zwischen Trainer und Spieler ist hundert Prozent da.“Ribéry und Robben können sich eine längere Zusammenarbeit mit Heynckes vorstellen. „Warum nicht?“, meinte Ribéry. „Wenn er noch fit ist, kann er weitergehen. Er macht das richtig super“, sagte Robben.Die Zurückhaltung der Münchner Verantwortlichen hat gute Gründe. Beim Heynckes-Vorgänger Louis van Gaal verlängerten sie den damals ebenfalls auslaufenden Vertrag mit dem Niederländer im Herbst 2010 vorzeitig um ein Jahr bis zum Sommer 2012. Im Frühjahr 2011 erfolgte dann die vorzeitige Trennung von van Gaal. Weiter bezahlen musste der Verein den teuren Trainer aber noch mehr als ein Jahr lang.dpa