Donnerstag, 22. Oktober 2015

Saison gelaufen: Der fatale Sturz von Anna Fenninger

Ski-Weltcup-Gesamtsiegerin Anna Fenninger hat die erste Nacht nach der Knieoperation gut überstanden. Das sagte der behandelnde Arzt Christian Hoser auf Anfrage der APA – Austria Presse Agentur.

„Anna kann mit ihren Schmerzen sehr gut umgehen. Der Schmerzmittelverbrauch ist sehr moderat“, sagte Hoser und fügte hinzu: „Natürlich ist sie psychisch nach der schweren Verletzung angeschlagen.“

Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin wird nach ihrem Trainingssturz am Mittwoch in Sölden in der Privatklinik Hochrum betreut. Sie riss sich im rechten Knie das vordere Kreuzband, das rechte Seitenband, den Innen- und Außenmeniskus sowie die Patellarsehne. Es folgte eine zweistündige Operation.

Fenninger wird bei guten Heilungsverlauf frühestens in neun Monaten wieder mit dem Skitraining beginnen können, der Weltcup-Winter 2015/2016 ist deshalb kein Thema mehr.

Umgehend mit Therapie gestartet

Am Donnerstagvormittag wurden die Operations-Schläuche entfernt, die 26-Jährige konnte erstmals kurz aufstehen. Noch am Nachmittag sollte mit der Therapie begonnen werden.

„Zuerst mit Lymphdrainagen und leichter Bewegung des Knies mittels einer motorisierten Schiene“, erläuterte Hoser. „Falls keine Komplikationen auftreten, werden wir die Therapie sukzessive steigern.“ Anfang kommender Woche soll Fenninger die Privatklinik verlassen können.

Betreuerin spürt nach wie vor Fenningers Kampfgeist

Laut ihrer Pressebetreuerin hat sich Anna Fenninger sehr über die vielen Genesungswünsche in den sozialen Medien, vor allem aus dem Ski-Lager, gefreut. Diese Resonanz sei ein Ansporn auf dem Weg zurück.

Die 26-Jährige sei sich bewusst, dass dieser lang und schwierig werde, betonte Ursula Hoffmann. Es sei aber schon in ihren ersten Äußerungen nach der Operation ein Kampfgeist zu spüren gewesen.

Fenninger habe berichtet, dass sie am Mittwoch vor ihrem Sturz in den RTL-Trainingsläufen sehr stark unterwegs gewesen sei. Das nun unverletzte linke Knie, das der Salzburgerin jedoch zuvor Probleme bereitet habe, habe sie dabei überhaupt nicht gespürt. Sie sei direkt euphorisch gewesen, sagte Hoffmann und fügte hinzu, dass Fenninger durchaus wieder lächeln könne.

apa

stol