Samstag, 13. Juni 2015

Schalke setzt auf Trainer Breitenreiter

Das Trainercasting beim FC Schalke 04 ist mit einer Überraschung zu Ende gegangen, doch der Druck auf Manager Heldt ist weiterhin groß. Der mit Paderborn abgestiegene Coach Breitenreiter übernimmt den Bundesliga-Sechsten und soll mit attraktivem Fußball Erfolg haben.

Ist jetzt ein Schalker: Andre Breitenreiter
Ist jetzt ein Schalker: Andre Breitenreiter

Auf dem Foto strahlen sie um die Wette: Lässig in Jeans und Polo-Hemden posieren Horst Heldt und André Breitenreiter und reichen sich die Hände. Der FC Schalke 04 hat dieses Bild am Freitagabend verbreitet und so der Trainersuche ein überraschendes Ende gesetzt. Breitenreiter, der mit dem SC Paderborn als Tabellenletzter abgestiegen ist, soll es nun als Cheftrainer bei Schalke richten.

„Seine Art Fußball zu spielen ist genau so, wie wir uns das vorstellen. Was uns aber am meisten Gefallen hat, dass er überhaupt keine Bedenken gehabt hat, die hier sicherlich nicht leichte Aufgabe sofort anzunehmen“, sagte Heldt am Samstag in einem Video-Interview des Vereins. Auch für den Manager ist der neue Trainer richtungsweisend – für die eigene Zukunft. Heldts Vertrag läuft in einem Jahr aus.

Bei seinem fünften Trainercasting, und nach dem „Missverständnis“ mit Roberto Di Matteo, ist Heldt klar, dass seine wohl „letzte Patrone“ das Ziel nicht verfehlen darf. Noch ein Fehlgriff und der Manager wäre beim Revierclub gescheitert. „Die Lösung muss für eine erfolgreiche Zukunft perfekt sein“, hatte der 45-Jährige selbst betont. Doch trotz der Brisanz verlief die Trainer-Suche unglücklich.

Die Öffentlichkeit war stets über den Stand der Verhandlungen im Bilde, permanent tauchten Kandidaten und deren Forderungen in den Medien auf. Wie Markus Weinzierl, der den FC Augsburg als Fünfter sensationell vor Schalke in der Abschlusstabelle platziert hat. Doch der Wunschkandidat sagte ab. Oder der frühere Vorzeigeprofi und belgische Nationaltrainer Marc Wilmots, der angeblich vier Millionen Euro Jahresgehalt haben und seinen Trainerstab mitbringen wollte.

dpa

stol