Samstag, 12. September 2015

Schwarzer Freitag für Borussia Mönchengladbach

Dem Gladbacher Trainer Lucien Favre verschlug es fast die Stimme. Vier Tage vor dem Festtag in der Champions League zeigte sich der Trainer von Borussia Mönchengladbach tief betroffen.

Eine 3:0 Niederlage und ein verletzter Kapitän: Die bittere Gladbacher Bilanz vom Freitagsspiel gegen den HSV
Eine 3:0 Niederlage und ein verletzter Kapitän: Die bittere Gladbacher Bilanz vom Freitagsspiel gegen den HSV - Foto: © shutterstock

Nicht nur die blamable 0:3 (0:2)-Niederlage gegen den Hamburger SV und der schlechteste Bundesligastart aller Zeiten trübte die Stimmung am Freitagabend im Borussia-Park, sondern die erneute Verletzung von Martin Stranzl. Der Kapitän hatte gerade nach fünfmonatiger Verletzungspause sein Comeback gefeiert und musste nach knapp einer Stunde schon wieder schwer verletzt vom Platz getragen werden.

Stranzl muss wohl operiert werden

Die niederschmetternde Diagnose: Verdacht auf Fraktur der Augenhöhle. Der 35-Jährige, der sofort ins Krankenhaus eingeliefert wurde, muss wohl operiert werden und steht seinem Team damit in den nächsten Spielen wieder nicht zur Verfügung. Auch die Mannschaftskollegen waren tief betroffen. „Er ist unser wichtigster Spieler. Hoffentlich kommt er schnell zurück“, sagte Mittelfeldspieler Havard Nordtveit.

Zuvor hatte der Bundesliga-Dritte der Vorsaison eine ganz bittere Niederlage gegen den Beinahe-Absteiger hinnehmen müssen. Der HSV setzte sich durch die Tore von Pierre-Michel Lasogga (11./43.) und Nicolai Müller (52.) mit 3:0 durch und feierte im dritten Auswärtsspiel am vierten Spieltag schon den zweiten Sieg.

Den Gladbachern, die sieglos am Tabellenende stehen und erstmals in der Ära Favre vier Niederlagen am Stück kassierten, stehen schwierige Zeiten bevor. Schon am Dienstag steht der erste Auftritt in der Champions League beim FC Sevilla an.

Eberl: "Haben nichts zu verlieren"

„Wir müssen uns dieser Situation stellen. In Sevilla haben wir nichts zu verlieren“, befand Max Eberl. Der Sportdirektor kritisierte den ängstlichen und kindlichen Auftritt des Teams. Seine Hoffnung: „Dass wir in vier Tagen wieder ein Spiel haben und es besser machen können.“

dpa

stol