Freitag, 08. Juli 2016

Schwazer: B-Probe positiv, Rio wohl gestorben

Alex Schwazers Doping-B-Probe ist positiv. Der internationale Leichtathletikverband IAAF hat ihn bereits suspendiert. Für Alex Schwazer ist der Traum von Rio ausgeträumt - geschieht nicht doch noch ein Wunder.

Alex Schwazer und sein Anwalt Gerhard Brandstätter: Ob sie das Aus für Rio noch abwenden können, ist mehr als fraglich. - Foto: DLife
Alex Schwazer und sein Anwalt Gerhard Brandstätter: Ob sie das Aus für Rio noch abwenden können, ist mehr als fraglich. - Foto: DLife

Es ist Freitagnachmittag und Alex Schwazer beherrscht die Schlagzeilen auf den großen italienischen Websites. Schon wieder. Addio a Rio, schreiben die „Gazzetta dello Sport“ und „La Repubblica“. Seit kurzer Zeit steht fest: Auch die B-Probe des Doping-Tests von Alex Schwazer weist synthetisches Testosteron auf. Der internationale Leichtathletikverband IAAF hat Alex Schwazer bereits suspendiert. 

Seit Juni erneut unter Doping-Verdacht

Wie berichtet, war vor rund eineinhalb Wochen bekannt geworden, dass Alex Schwazer bei einem Doping-Test am 1. Januar 2016 in Sterzing durchgefallen war. Am 21. Juni machte die "Gazzetta" öffentlich, dass in der Urinprobe synthetisches Testosteron nachgewiesen worden war. Ein vernichtendes Ergebnis, das nun durch die B-Probe bestätigt wurde. Die B-Probe war am Dienstag in Köln geöffnet worden (STOL hat berichtet).

Schwazer selbst hatte auf einer Pressekonferenz am 22. Juni in Bozen seine Unschuld bekräftigt: Er habe dieses Mal nicht gedopt, betonte er mehrmals, er habe keinen Fehler gemacht. Bereits 2012, unmittelbar vor den Olympischen Sommerspielen in London, musste sich Alex Schwazer wegen Dopings verteidigen. Damals gab er den Einsatz von EPO zu und wurde gesperrt. Doch dieses Mal, betonte Schwazer, treffe ihn keine Schuld.

Sein Anwalt Gerhard Brandstätter will an ein Olympia-Aus auch nach positiver B-Probe gar nicht denken. Er sagt: "Wir kämpfen weiter für Olympia" - und kündigt die Anfechtung vor dem Sportgericht an (hier geht's zum Artikel).

Im Video: Schwazer verteidigt sich: "Ich muss mich nicht entschuldigen"

stol

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