Freitag, 08. Juli 2016

Schweinsteiger grübelt: DFB-Zukunft im Unklaren

Der ewige Poldi ist sofort bereit für eine weitere Turnier-Session, Schweinsteiger zögert noch. Nach dem Halbfinal-K.o. lässt der Kapitän offen, wie es für ihn im Nationalteam weitergeht.

Bastian Schweinsteiger
Bastian Schweinsteiger - Foto: © APA/AFP

Der deprimierte Bastian Schweinsteiger zögerte lange mit einer Antwort zu seiner Zukunft im Nationaltrikot. Der 31-Jährige suchte nach den richtigen Worten – und ließ sich dann lieber alle Optionen offen.

Mit leiser Stimme, fast flüsternd, sagte der unbeugsame Kämpfer: „Ich habe da nicht drüber nachgedacht. Ich habe die ganze Energie in das Turnier gelegt. Nach den zwei Verletzungen war das nicht so einfach.“ Schweinsteiger verkörperte die tragische Figur beim deutschen Halbfinal-K.o.

„Im ersten Halbjahr hatte ich eine schwierige Zeit mit Verletzungen. Ich war froh, hier überhaupt dabei zu sein. Man wird sehen“, sagte der Kapitän.

Statt wie beim WM-Finale als blutverschmierter Gladiator eine neue Heldengeschichte zu schreiben, musste Schweinsteiger über sein großes Missgeschick beim 0:2 gegen Frankreich referieren. Es wurde nichts mit einer weiteren „magischen Nacht“, wie er es am Morgen nach dem Hand-Malheur nannte. „Aber Niederlagen gehören dazu, auch wenn sie schmerzen“, erklärte der Mittelfeldstratege von Manchester United.

Ausgerechnet er selbst leitete bei seinem ersten Startelf-Einsatz in Frankreich die Niederlage ein. Nach einer Ecke von Antoine Griezmann stieg Schweinsteiger zum Luftduell mit Patrice Evra hoch und bekam den Ball unglücklich an die erhobene Hand. Strafstoß für Frankreich, 0:1 durch Griezmann. Es war letztlich die Schlüsselszene.

dpa

stol