Der 21-Jährige legte am Mittwoch beim olympischen Riesenslalom in Krasnaja Poljana die zweitbeste Zeit hin, fädelte aber am letzten Tor ein.„Du Vollidiot“, schilderte der Skirennfahrer aus dem Allgäu seinen ersten Gedanken. „Aber es hilft nichts. Ich muss jetzt den Kopf hochnehmen und einfach das Gefühl, das ich beim Lauf gehabt habe, mitnehmen und in den nächsten Rennen wieder umsetzen.“Statt auf Silberkurs in den zweiten Durchgang zu starten, ist Luitz im Finale nur noch Zuschauer. Gold scheint an Weltmeister Ted Ligety aus den USA vergeben, der mit fast einer Sekunde Vorsprung das Feld anführt.Déjà-vue für LuitzMitgefühl drückte auch Mannschaftskollege Felix Neureuther aus. „Das wünscht man absolut keinem. Vor allem, wenn man so cool Ski fährt wie der – das ist schon brutal bitter.“Und für Luitz nicht mal eine neue Erfahrung: Bei der WM vor einem Jahr in Schladming fuhr er durch das letzte Tor, statt daran vorbei. Auch damals wurde er disqualifiziert.„Da ist schon ein bisschen Frust dabei. Am letzten Tor einfädeln nach so einer sensationell guten Vorstellung – das hat einen gewissen Beigeschmack“, betonte Alpindirektor Wolfgang Maier. „Für Stefan tut es uns extrem leid, da ist er wirklich um eine Chance gebracht worden.“„Aber vielleicht muss das dazugehören, dass er mal ein richtig Großer wird, weil er aus dem hoffentlich mal lernt, dass man erst, wenn man über die Ziellinie ist, die Position auflösen darf. Immerhin hat er eine coole Performance gebracht.“dpa