Der Meraner wechselt vom Serie-B-Verein AlbinoLeffe zum sardischen Erstligaverein, der die Hälfte der Transferrechte am 26-Jährigen Mittelfeldspieler erworben hat. Das Tauschgeschäft zwischen den beiden Vereinen umfasst außerdem den Transfer von Laners Teamkollegen bei AlbinoLeffe, Gabriele Perico, zu Cagliari und des Stürmers Andrea Cocco, der im Gegenzug Sardinien in Richtung AlbinoLeffe verlässt.Bereits im vergangenen Sommer war über einen Transfer Laners zu Cagliari spekuliert worden, der Wechsel kam jedoch nicht zustande.Südtirol Online hat mit Simon Laner gesprochen:Südtirol Online: Herr Laner, geht für Sie mit dem Wechsel zu Cagliari und damit in die Serie A ein Traum in Erfüllung?Simon Laner: Ja, seit ich ein kleiner Junge bin träume ich davon. Ich will noch nicht zu viel sagen, weil ich den Vertrag noch nicht unterschrieben habe, aber eigentlich ist bereits alles geklärt. Die Verträge sind schon vorbereitet, die Unterzeichnung erfolgt heute Abend im Rahmen eines Testspiels von Cagliari in Slowenien.STOL: Wie erlebten Sie die Ungewissheit der letzten Wochen, als unklar war, ob es mit dem Wechsel zu einem Serie A-Verein klappen würde? Laner: Ich habe in den letzten Monaten oft über die Möglichkeit nachgedacht, von AlbinoLeffe zu einem anderen Verein zu wechseln. Natürlich habe ich mich im Training nicht hängen lassen, denn wäre der Wechsel nicht zustande gekommen, wäre ich bei AlbinoLeffe geblieben und hätte dort um meinen Stammplatz kämpfen müssen. Der Wechsel zu Cagliari ist ganz schnell über die Bühne gegangen, obwohl in den letzten Monaten nur von einem möglichen Wechsel zu Chievo Verona die Rede war. Die Verhandlungen mit Cagliari haben zwei Tage gedauert, die beiden Vereine haben sich über die Transfers von mir und meines Teamkollegen Gabriele Perico geeinigt.STOL: Haben Sie bereits Gespräche mit Cagliari-Trainer Bisoli geführt?Laner: Nein, ich habe bisher nur mit dem Sportdirektor von Cagliari gesprochen. Mit dem Trainer werde ich heute Abend sprechen. STOL: Welche Chancen rechnen Sie sich bei Cagliari aus?Laner: Ich werde mein Bestes geben, um überhaupt ein Spiel bestreiten zu können. Die Serie A ist ein Riesensprung und eine komplett andere Welt als die Serie B. Es gibt viele Klassespieler, man spielt in großen Stadien wie Mailand und Rom. Deshalb wird es sicher nicht leicht, aber ich werde versuchen, mir einen Platz in der Mannschaft zu erarbeiten.STOL: Hoffen Sie, auch über die nächste Saison hinaus bei Cagliari zu bleiben?Laner: Es kommt darauf an, welche Leistungen ich bringe. Wenn ich eine gute Meisterschaft spiele, wird Cagliari wahrscheinlich auch die andere Hälfte der Transferrechte an mir erwerben. Meine Hoffnung ist es, dass ich zumindest für ein oder zwei Jahre in der Serie A bleiben kann und nicht sofort wieder in die Serie B zurückzukomme. Aber man weiß nie, was im Fußball passiert.STOL: Wann stoßen Sie zu Ihrer neuen Mannschaft?Laner: Ich trainiere morgen in der Früh bereits das erste Mal mit meiner neuen Mannschaft, am Abend komme ich vielleicht bereits bei einem Freundschaftsspiel zum Einsatz. Viel Zeit zum Anstoßen und Feiern bleibt mir also nicht, das werde ich vielleicht am Wochenende nachholen. Da werde ich nach Bergamo zurückfliegen, weil ich noch meine Wohnung kündigen muss. Dann werde ich gemütlich daheim auf den gelungenen Wechsel anstoßen. Interview: Harald Prosch