Mit 36 Jahren kehrt er am Sonntag in S?lden zur?ck und trotzdem will der vierfache Weltmeister und Superkombi-Olympiasieger 2010 nichts anbrennen lassen. Deutlich abgeschlankt und voller Tatendrang will es Miller noch einmal wissen.Der Bansko-Riesentorlauf am 18. Februar Februar 2012 war Millers letzter Auftritt auf der gro?en Skib?hne gewesen. Knieprobleme waren danach Ausl?ser einer strategischen Entscheidung f?r eine lange Schaffenspause, in der sich der mittlerweile in Kalifornien lebende Vater einer Tochter einer Operation am linken Knie unterzog, heiratete, sich im Galopprennsport engagierte und mit seiner Turtle-Ridge-Foundation besch?ftigt war.Und bisweilen dennoch Schlagzeilen fabrizierte. Die kurioseste war das Posting von Millers frisch gebackener Ehefrau Morgan, nachdem er dieser einen Golfball ins Gesicht gedonnert hatte. Die Profi-Volleyballerin ist noch immer an Millers Seite und wird auch in S?lden die Daumen dr?cken.Nicht dabei war Morgan beim Sommer-Schneetraining in S?damerika, wo sich der zweifache Weltcup-Gesamtsieger laut verl?sslichen Augenzeugen hochseri?s vorbereitetet und um jede Bar einen weiten Bogen gemacht hat. Zw?lf Kilo hat der Mann mit dem riskanten Fahrstil abgenommen und pr?sentiert sich in S?lden fit wie schon lange nicht. Unbescheiden wie eh und je hat er den Gesamt-Weltcup sowie Olympiagold als Saisonziele ausgerufen.Ein Ziel der langen Pause Millers war, so gesund und fit wie m?glich zu den Winterspielen in Sotschi 2014 zu kommen. Dort notiert Miller seine f?nfte Olympia-Teilnahme und die Medaillenjagd im kommenden Februar steht beim einstigen ?Bad Boy? der Skiszene ganz hoch im Kurs. Das war nicht immer so. Turin 2006 absolvierte Bode bekanntlich im Stile eines Betriebsausfluges und dementsprechend erfolglos.Die Winterspiele in Russland stehen nun aber auch beim Sieger von 33 Weltcuprennen ganz oben auf der Agenda. ?Ich wei?, dass es meine letzten sein werden. Ich wollte und kann meine Karriere auf h?chstem Level beenden, das war immer mein Ziel?, erkl?rte Miller. ?Das wichtigste ist immer die Motivation und die ist jetzt wieder da.?Der zweistellige Gewichtsverlust dient als Beweis f?r Millers neu entfachtes Feuer. ?100 Kilo waren einfach zu viel. Jetzt f?hle ich mich athletischer und dynamischer. Ich habe vielleicht etwas weniger Kraft als fr?her, aber daf?r viel mehr Ausdauer. Und mein Knie ist so stark wie seit der Verletzung 2001 nicht mehr?, gab sich der seit 12. Oktober 36-J?hrige schon f?r S?lden zuversichtlich. ?Ich habe hier schon gewonnen und wei?, wie dieser Hang zu fahren ist.?Vielfahrer Miller ist so gut drauf, dass er nach seinem Comeback am liebsten gleich wieder an allen Weltcuprennen teilnehmen w?rde. Die Coaches bremsen aber und w?rden bevorzugen, wenn sich der Head-Fahrer auf die Speed-Disziplinen konzentriert.Dementsprechend ?zerrissen? ist Patrick Riml. Der aus S?lden stammende Alpindirektor des US-Skiteams wei? aber nat?rlich, was er nach wie vor an Miller hat. ?Bode ist an einem guten Tag zu allem f?hig. Und er war zuletzt vor allem in den Speed-Disziplinen sehr stark?, bekr?ftigte Riml.Der Tiroler ist zu beneiden. Bei der Schladming-WM stellte er trotz des Fehlens von Miller und der Verletzung von Lindsey Vonn gleich im ersten Rennen am Ende das erfolgreichste Team der Welt.Mit der R?ckkehr der beiden Routiniers sowie Schladming-Dreifach-Champion Ted Ligety, Julia Mancuso und der jungen Slalom-Weltmeisterin Michaela Shiffrin ist das ?US-Dreamteam? komplett, Riml geht mit gleich f?nf Weltklasseathleten in die Olympiasaison. ?Ted und Miki wollen ihre Erfolge best?tigen, Bode und Lindsey an die fr?heren anschlie?en. Es sieht vielversprechend aus?, gab Riml knapp eineinhalb Jahre vor der Heim-WM 2015 in Vail und Beaver Creek zu.apa