Entwickelt werden die Kameras von der Firma Riedel, die schon für die Bilder beim spektakulären Stratosphären-Sprung von Felix Baumgartner verantwortlich war.Damen-Renndirektor Atle Skaardal forderte am Vorabend der Semmering-Rennen alle Trainer auf, möglichst viele Rennläuferinnen für den Test der kleinen Film-Kameras zu begeistern. „Das wird eine komplett neue Dimension des Skifahrens“, ist Skaardal überzeugt. Der Einsatz der am Brillenband befestigten Kameras – Helm-Kameras sind aus Sicherheitsgründen im Skirennsport nicht erlaubt – ist beim FIS-Kongress beschlossen worden. „Kamera ist mittlerweile leichter als ein Skifix“Erstmals ausprobiert hat man die winzigen Videomaschinen beim Weltcup-Auftalkt im Oktober in Sölden.„Dort waren sie aber noch so schwer, dass sie dir den Kopf auf eine Seite gezogen haben“, erinnerte sich Rennläuferin Michaela Kirchgasser. Mittlerweile haben die Kameras und die dazugehörende Hardware wie Kabel und Batterie derart abgespeckt, dass sie nur noch wenige Gramm wiegen. „Die Kamera ist mittlerweile leichter als ein Skifix“, erzählte die Salzburgerin, die die „Video-Wanzen“ beim jüngsten Training verwendet hat und voraussichtlich auch beim Heim-Rennen selbst an der Brille tragen wird.Neuer dramaturgischer Effekt„Onboard-Kameras“ sind in vielen Sportarten wie in der Formel 1 längst Realität, im Skirennsport aber eine Neuigkeit. Man verspricht sich viel davon. Live-Szenen aus Fahrer-Sicht im Rennen, vor allem aber die Eindrücke unmittelbar vor dem Start und nach der Zieldurchfahrt versprechen ein zusätzliches dramaturgisches Element. „Ich finde es gut“, zeigte sich auch Lokalmatadorin Kathrin Zettel angetan. „Es ist etwas ganz Neues. Und es bringt hoffentlich ein ganz anderes Feeling in die Wohnzimmer.“apa