Vor dem richtungweisenden Auftakt-Knüller in der Gruppe C der Fußball-EM am Sonntag (18.00 Uhr) zwischen dem Europa- und Weltmeister und der von mehreren Skandalen belasteten Squadra Azzurra herrscht bei beiden Teams Zuversicht, aber auch absoluter Respekt vor dem starken Gegner.„Das ist ein Kampf auf Augenhöhe“, sagte del Bosque bei der Abschlusspressekonferenz am Samstag in der Arena Danzig. Italien verfüge über ein erfahrenes Team, mit sehr guten Spielern aus großen Clubs wie Juventus oder Milan. Iker Casillas konstatierte: „Das wird keine einfache Partie. Italien genießt unseren größten Respekt.“ Der geniale Spielmacher Xavi wies darauf hin, dass Italien längst einen anderen Fußball und ein anderes System spiele. „Das ist nicht mehr der alte Catenaccio“, sagte der Takt- und Ideengeber der Selección bei einem PR-Termin.Aber auch die Azzurri haben Hochachtung vor ihrem härtesten Kontrahenten. „Spanien ist mit keinem anderen Team vergleichbar“, schwelgte Gianluigi Buffon, wie sein Kollege Casillas Keeper und Kapitän, in den höchsten Tönen. „Sie sind einfach super.“Dennoch geht der Ex-Weltmeister zuversichtlich in die Neuauflage des EM-Viertelfinales von 2008. „Wir haben gute Chancen“, sagte Prandelli. „Wir fühlen uns sehr gut. Wir haben sehr gut trainiert und sind für diese Partie vorbereitet.“ Der 54-Jährige versicherte: „Wenn wir Fußball spielen, können wir Spanien die Stirn bieten. Ihm schwebe vor, dass seine Mannschaft immer mit drei, vier Spielern in die gegnerische Hälfte komme und sich Chancen erarbeite.Prandelli präsentierte sich konzentriert, aber auch locker und entspannt. „Mir geht es sehr gut. Vor dieser Pressekonferenz habe ich noch ein Stündchen geschlafen“, sagte er lächelnd. „Ich bin entspannt wie ein kleines Kind, das seine Hausaufgaben gemacht hat.“ Und Buffon kündigte an: „Wir sind bei der EURO, um zu verblüffen. Wir sind sehr entschlossen!“.Die bittere 2:4-Niederlage von Wien im Elfmeterschießen ist abgehakt, auch wenn Buffon einräumte: „Ich denke nicht gerne daran zurück.“ Auch Casillas erklärte: „Das ist vier Jahre her, das spielt keine Rolle mehr.“ Zudem hat auch Spanien sein Turnier-Trauma: In Südafrika leistete sich der spätere Champion eine peinliche Auftaktpleite gegen die Schweiz. „Wir wollen nicht so beginnen wie bei der WM“, sagte del Bosque. Ein guter Start sei fundamental. Aber auch der Mann mit dem gutmütigen Opa-Image wirkte sehr gelassen: „Wir sind bereit.“dpa