Dienstag, 29. August 2017

Tolles Comeback für Maria Scharapowa

Bis Ende April war Weltklasse-Tennisspielerin Maria Scharapowa wegen eines positiven Dopingtests gesperrt. Bei den US Open tritt die Russin erstmals wieder bei einem Grand-Slam-Turnier an – und bezwang gleich die Nummer zwei der Welt.

Mit Tränen in den Augen freute sich sich Maria Scharapowa über den Sieg gegen Simona Halep.
Mit Tränen in den Augen freute sich sich Maria Scharapowa über den Sieg gegen Simona Halep. - Foto: © APA/AFP

Mit Tränen in den Augen hat Tennis-Star Maria Scharapowa bei den US Open ihr erfolgreiches Comeback auf der Grand-Slam-Bühne nach ihrer Dopingsperre gefeiert. Gegen die Weltranglisten-Zweite Simona Halep gewann die 30-Jährige am Montagabend (Ortszeit) in einem hochklassigen Erstrundenmatch 6:4, 4:6, 6:3. Damit bezwang die Russin gleich in ihrer ersten Partie bei einem Major seit den Australian Open 2016 eine Mitfavoritin.

„Ich dachte, es wäre nur ein Match, eine weitere Möglichkeit, aber es war so viel mehr. Du kannst die Gefühle nicht kontrollieren“, sagte die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin, nachdem sie sich ungläubig die Hand vors Gesicht geschlagen und Kusshände ans Publikum verteilt hatte. „Man fragt sich, warum man so viel Arbeit reinsteckt, dies sind die Momente.“

Vor 23.771 Zuschauern im voll besetzten Arthur-Ashe-Stadium in New York sah Scharapowa beim Stande von 4:1 im zweiten Satz schon wie die sichere Siegerin aus, musste aber noch den Satzausgleich hinnehmen. Mit dem ersten Matchball beendete sie dann nach 2:42 Stunden die Partie und für die rumänische French-Open-Finalistin das Turnier. Die frühere Nummer eins trifft nun in der zweiten Runde als klare Favoritin auf Timea Babos aus Ungarn.

Scharapowa war bei den Australian Open 2016 positiv auf Meldonium getestet worden und musste eine 15-monatige Dopingsperre verbüßen. Nach ihrer Rückkehr auf die WTA-Tour im April in Stuttgart war sie auch durch Blessuren zurückgeworfen worden.

Für die US Open war Scharapowa als Weltranglisten-146. auf eine Wildcard angewiesen. Die Organisatoren der French Open in Paris hatten auf die Wildcard-Vergabe verzichtet. Während Wimbledon war die prominente Russin verletzt.

Noch 6 Damen im Rennen um Platz 1

Während der Kampf um die Nummer eins der ATP-Herren durch die Absage von Andy Murray zum Zweikampf zwischen Rafael Nadal und Roger Federer mutiert ist, herrscht bei den Damen bei den US Open „Ausnahmezustand“. Einerseits fehlt mit der schwangeren Titelverteidigerin Serena Williams die weibliche Ikone ihres Sports, andererseits hatten nicht weniger als acht Damen die Chance auf den Tennis-Thron.

Die Tschechin Karolina Pliskova liegt seit 17. Juli als insgesamt 23. Spielerin auf Platz eins im WTA-Ranking. Doch mit der nur 5 Punkte zurückliegenden Rumänin Simona Halep, Wimbledonsiegerin Garbine Muguruza (ESP), Elina Switolina (UKR), Caroline Wozniacki (DEN), Johanna Konta (GBR), Swetlana Kusnezowa (RUS) und sogar der 37-jährigen US-Amerikanerin Venus Williams gab es gleich sieben Anwärterinnen, die Pliskova bedrängen.

Neben Halep, die gegen Scharapowa ausschied, musste sich aber auch die Britin Konta überraschend bereits in der 1. Runde aus dem Turnier verabschieden, und zwar gegen die Serbin Aleksandra Krunic.

Andreas Seppi heute Außenseiter

Südtirols Tennis-Aushängeschild Andreas Seppi greift am Dienstabend (MESZ) bei den US Open ins Geschehen ein. Allerdings hat der Kalterer mit dem als Nummer 11 gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut einen schweren Brocken vor sich.

dpa/stol

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