Diesmal soll es seine definitive Abschiedstour sein. Die Ankündigung verbreitete der knapp 39-Jährige am Montag via Twitter: „Das wird meine letzte Tour werden. Es war ein toller Ritt. Freue mich auf drei großartige Wochen“, teilte der siebenfache Tour-de-France-Sieger mit. Schon etwas früher im Jahr hatte er angedeutet, seine einzigartige Karriere 2011 – ohne Tour – ausklingen zu lassen. Nach seinem Rücktritt 2005 war Armstrong zu Beginn der vergangenen Saison unter größtem PR-Aufwand zurückgekehrt.Beim Versuch, den achten Toursieg einzufahren, scheiterte der Texaner aber und wurde hinter seinem damaligen Teamkollegen Alberto Contador (Astana) und dem Luxemburger Andy Schleck (Saxo Bank) nur Dritter.Armstrong wird bei der am Samstag in Rotterdam beginnenden 97. Auflage seines Lieblingsrennens allgemein eher schwächer als stärker im Vergleich zum Vorjahr eingeschätzt.Aber der Tour- besessene Armstrong setzt auf seinen nicht zu übertreffenden Erfahrungsschatz und auf das vermutlich stärkste Team mit den wieder bedingungslos loyalen Levi Leipheimer und Andreas Klöden – und die erste Woche.Auf den engen Straßen in den Niederlanden sowie den unangenehmen Kopfsteinpflaster-Passagen in Belgien und Nordfrankreich fährt die Unkalkulierbarkeit besonders an der Seite des spanischen Vorjahressiegers mit. Sein Terrain liegt woanders.Contadors größte Zeit beginnt erst in der letzten Tourwoche in den Pyrenäen und eventuell wieder beim abschließenden Zeitfahren in Bordeaux.Die erneuten Doping-Anschuldigungen durch seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Floyd Landis dürften Armstrong dagegen kaum aus dem Tritt gebracht haben.Der wegen Dopings disqualifizierte Toursieger von 2006 hatte von flächendeckendem Doping von 1996 bis 2004 in den Armstrong-Teams US Postal und Discovery Channel berichtet.Neben Armstrong beschuldigte Landis unter anderem auch Teamchef Johan Bruyneel und Leipheimer.Beide sind auch diesmal im von Armstrong und Bruyneel nach der Tour 2009 neu gegründeten RadioShack-Team wieder mit von der Partie. dpa