Donnerstag, 09. Juli 2015

Trotz Wembley-Tor: Tilkowski ist gegen Torlinientechnologie

Drin oder nicht? Das berühmte Wembley-Tor im WM-Finale von 1966 ist eng mit dem Namen Hans Tilkowski verknüpft. Der frühere Weltklassetorwart wird am Sonntag 80 Jahre alt.

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Hans Tilkowski lehnt die Torlinientechnik ab. Nicht nur, weil ihm der Mythos des Wembley-Tores einen Großteil seines Ruhms einbrachte.

„Ich bin dagegen, weil dadurch die Attraktivität des Fußballs und die Diskussion um Fußball verloren geht“, meint der legendäre Torhüter, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag feiert. „Wer wird zukünftig noch jahrelang über so ein Tor wie das von Wembley sprechen können?“

Das 3:2 des Engländers Geoff Hurst im WM-Finale von 1966 gegen Deutschland sorgt auch nach 49 Jahren noch für Diskussionen. Ungeklärt ist bis heute, ob der Ball von der Lattenunterkante mit vollem Durchmesser hinter der Torlinie aufsprang. Deutschland verlor am Ende mit 2:4.

Drin oder nicht? „Ob in Dortmund oder Herne: Wenn Leute mich ansprechen, ist es immer die aktuellste Frage“, sagt Tilkowski. Ihn selbst hat die Suche nach der Antwort lange verfolgt und gequält: „Heute nehme ich es gelassener. Es gibt Schlimmeres. Der Sport gibt solche Sachen eben her.“

dpa

stol