Am Freitag hat UEFA-Präsident Michel Platini Gedankenspiele um eine mögliche Verlegung begrüßt.„Warum nicht? Es ist möglich“, sagte der Franzose nach einer Sitzung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union in Prag. „Wenn wir über eine WM am Golf im Jänner reden, wäre diese sicher einfacher zu spielen als im Juni“, meinte Platini.Nach der Vergabe der WM an das Wüstenemirat war Kritik laut geworden, die Spiele würden bei zu extremer Hitze ausgetragen. Dem entgegnete Platini, dass auch die WM 1994 in den USA bei ähnlichen Temperaturen stattgefunden habe. „In Dallas war es 45 Grad heiß, wenn ich mich nicht irre, und niemand hat die USA damals kritisiert.“Allerdings räumte der Franzose ein, dass durch eine Verschiebung des Turniers in zwölf Jahren andere Fragen zu klären seien. „Wie viel Zeit zur Regeneration werden wir den Spielern nach der WM geben? Wenn wir im Jänner spielen, ist der Februar dann frei und wir beginnen wieder im März?“ Platini kündigte an: „Wir werden all das intensiv in den nächsten Monaten und Jahren diskutieren.“Allerdings hat sich Weltverbandspräsident Joseph Blatter zuletzt klar für eine Beibehaltung des Termins ausgesprochen. „Die Basisausschreibung spricht gegen eine Winter-WM in Katar. Die Bedingungen waren, dass die WM 2018 und 2022 anhand des bestehenden internationalen Kalenders im Juni, Juli ausgetragen werden muss“, hatte Blatter erklärt.apa/dpa