„Wir wissen, wo die Hooligans sind. Polen ist von diesem Problem auch nicht frei“, sagte Platini am Donnerstag in Warschau. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) werde das Prinzip „Null-Toleranz“ gegenüber den Rowdys im Stadion konsequent umsetzen, versicherte Platini nach dem Besuch der Baustelle des Nationalstadions in der polnischen Hauptstadt. Er hoffe, Sicherheitskräfte in Polen und in der Ukraine würden das Gewaltproblem in den Griff kriegen. Die Verantwortung für die Sicherheit liege bei den Organisatoren der EM. Beide Länder richten 2012 gemeinsam die Fußball-Europameisterschaft aus.Wegen schwerer Ausschreitungen beim EM-Qualifikationsspiel Italien gegen Serbien war die Partie am Dienstagabend in Genua nach sieben Minuten abgebrochen worden. Auch in Polen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Krawallen.Lob für EM-Vorbereitungen in WarschauPlatini zeigte sich zufrieden mit dem Stand der Vorbereitungen in Polen auf die EM-Endrunde in knapp zwei Jahren. Alles laufe nach Plan, sagte der UEFA-Präsident vor Journalisten. Bei einem Hubschrauber-Flug über Warschau konnte Platini zuvor zusammen mit Polens Präsident Bronislaw Komorowski die EM-Investitionen sehen. Warschau sei eine grüne Stadt mit vielen Baukränen und Baustellen, Polens Wirtschaft wachse, so Platini nach der Landung. In Warschau soll am 8. Juni 2012 das Eröffnungsspiel der EM stattfinden.dpa