Sonntag, 01. Mai 2016

UEFA-Exekutive tagt in Budapest – Präsidentenfrage überlagert alles

Das bevorstehende Berufungsurteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS gegen Michel Platini überlagert die Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees am Montag in Budapest.

 Wer wird Michel Platini als UEFA-Präsident nachfolgen? Diese Frage überstrahlt alles beim anstehenden Sitzung des Exekutivkomitees des Fußballbundes. - Archivbild.  Wer wird Michel Platini als UEFA-Präsident nachfolgen? Diese Frage überstrahlt alles bei der anstehenden Sitzung des Exekutivkomitees des Fußballbundes. - Archivbild.
Wer wird Michel Platini als UEFA-Präsident nachfolgen? Diese Frage überstrahlt alles beim anstehenden Sitzung des Exekutivkomitees des Fußballbundes. - Archivbild. Wer wird Michel Platini als UEFA-Präsident nachfolgen? Diese Frage überstrahlt alles bei der anstehenden Sitzung des Exekutivkomitees des Fußballbundes. - Archivbild. - Foto: © APA/AP

Die Tagesordnung des Regierungsgremiums der Europäischen Fußball-Union um sein wegen der WM-Affäre in Ethikfragen umstrittenes deutsches Mitglied Wolfgang Niersbach sieht nach Routine aus. Doch die erwarteten Beschlüsse zu Wettbewerbs-Formaten, Disziplinarregeln oder dem Update zu den EM-Planungen sind letztlich sekundär.

Die UEFA befindet sich angesichts der Sperre gegen ihren Präsidenten Platini in einem Machtvakuum. Einen Tag vor dem ordentlichen Kongress in der ungarischen Hauptstadt will der Verband Handlungsfähigkeit nur sechs Wochen vor dem EM-Start demonstrieren. Tatsächlich aber wartet der Funktionärsapparat auf das Urteil der CAS-Richter.

Verzögerungstaktik bei Präsidentenfrage nicht länger haltbar

Wird die Sperre von sechs Jahren gegen den Franzosen wegen der dubiosen Millionenzahlung durch den ehemaligen FIFA-Chef Joseph Blatter aus dem Jahr 2011 bestätigt, ist die Verzögerungstaktik der UEFA in der Präsidentenfrage nicht mehr lange zu halten.

„Michel Platini muss die Möglichkeit haben, seinen Namen reinzuwaschen“, lautete die Standardbotschaft der UEFA, die Platini auf ihrer Homepage entgegen der FIFA-Regularien weiter als Präsidenten führt.

Ein mögliches Ad-hoc-Urteil nach der CAS-Anhörung am Freitag hatte Platini abgelehnt. Dies wäre am Montag fällig gewesen und hätte den Ablauf der Sitzungen in Budapest gehörig durcheinander gebracht. Nach dem Karrieresprung von Ex-Generalsekretär Gianni Infantino zum FIFA-Chef ist der Europa-Verband auch in dem Dilemma, dass er keinen logischen Nachfolger für Platini präsentieren kann.

dpa

stol