„Fantastisch. Jungs, ich bin stolz auf euch“, jubelte der strahlende Vettel noch über Boxenfunk nach seinem Coup. Der Australier Webber verteidigte durch einen zweiten Platz in Suzuka die Führung in der Formel-1-Weltmeisterschaft vor Ferrari-Rivale Fernando Alonso, der am Sonntag den dritten Platz belegte.Vettel fuhr bei Traumwetter ein Traumrennen. Wie bei seinem Vorjahreserfolg nutzte der Vizechampion seine Pole- Position auf dem Suzuka Circuit souverän und feierte seinen dritten Saisonsieg. Nach 53 Runden auf dem spektakulären, 5,807 Kilometer langen Kurs lag er in 1:30:27,323 Stunden 0,905 Sekunden vor Webber.Vettel darf sich nach diesem Befreiungsschlag wieder berechtigte Hoffnungen auf den WM-Titel machen. Nach 16 von 19 Läufen liegt er mit 207 Punkten auf Platz drei. Webber führt mit 220 Zählern weiterhin. Alonso ist punktgleich mit Vettel Gesamtzweiter. Der Brite Lewis Hamilton fiel nach seinem fünften Platz in Japan auf WM-Rang vier (202 Punkte) zurück. Sein McLaren-Teamkollege Jenson Button wahrte durch den vierten Platz in Suzuka als Gesamtfünfter (189) seine geringen Chancen auf die Titelverteidigung.Im Land des Lächelns hatte Vettel allen Grund zum Strahlen. Zu keinem Zeitpunkt war der Sieg des 23 Jährigen in Gefahr. Er bestimmte das Geschehen von Beginn an und musste nie um den insgesamt siebten Grand-Prix-Erfolg bangen.Direkt nach dem Start verschuldete Witali Petrow eine Safety-Car- Phase. Der russische Renault-Rennfahrer torpedierte den Williams von Hülkenberg nach wenigen Metern, wodurch auch dieser ausschied. Für Felipe Massa (Brasilien) und Antonio Liuzzi (Italien) war der Grand Prix nach einem Crash ebenfalls noch vor der ersten Kurve vorbei.Vettel erwischte einen optimalen Start und verteidigte bei seiner achten Pole-Position in dieser Saison souverän die Spitze.Auch nach der erneuten Freigabe des Rennens blieb der Hesse vor seinem Teamkollegen Webber. Alonso folgte als Dritter vor dem McLaren-Duo Hamilton und Button, womit die Top-Fünf der WM-Wertung vorne lagen.Wegen Dauerregens am Samstag musste die Qualifikation zum zweiten Mal in der Grand-Prix-Geschichte auf Sonntag verschoben werden. Die Strecke war komplett überflutet. Vettel fuhr am Vormittag dann klare Bestzeit vor Webber.dpa