Zwei Siege braucht es in der Serie „Best of Three“ dazu. Bei den Augsburger Panther und den Straubing Tigers ist die Vorfreude auf ein bayrisches Derby in der K.o.-Runde groß. Die Nürnberg Ice Tigers wollen in der zweiten Pre-Playoff-Paarung ihrer Favoritenrolle gegen die überraschend noch auf Platz zehn vorgerückten Grizzly Adams aus Wolfsburg gerecht werden.Wolfsburgs Trainer Pavel Gross hält allerdings dagegen: „Es sind Playoffs, da ist alles möglich.“ In der VW-Stadt ist die Euphorie groß, weil die Grizzlys selbst kaum noch damit gerechnet hatten, sich als Zehnter für die Pre-Playoffs zu qualifizieren. In der DEL-Hauptrunde verliefen die Matches zwischen den beiden Teams meist eng. Sieben von zwölf möglichen Punkten sammelten die Ice Tigers gegen die Grizzlys. Nürnbergs Trainer Bengt-Ake Gustafsson hat keine Bedenken, dass sein Team den Außenseiter aus Wolfsburg unterschätzen könnte. „Wir haben Spieler mit genügend Erfahrung im Kader“, sagte der Schwede.Straubing war WunschgegnerDie Augsburger sehen Straubing als Wunschgegner an. „Sie sind die einzige DEL-Mannschaft, gegen die wir alle vier Saisonspiele gewonnen haben“, bemerkte Panther-Trainer Die Straubinger erreichten zum zweiten Mal nacheinander als kleinster DEL-Standort die Pre-Playoffs. In der vergangenen Saison zogen die Niederbayern gar sensationell ins Halbfinale ein, wo der Underdog aus der Provinz dem späteren Meister Eisbären Berlin tapfer die Stirn bot. In dieser Spielzeit schienen die großen Erwartungen nach dem Erfolg aus der Vorsaison das Team indes zu lähmen. Für die erste Playoff-Runde reichte es dennoch. „Wir haben es allen Leuten gezeigt, die gesagt haben, dass wir keine echte Mannschaft sind“, meinte Flügelstürmer Sandro Schönberger trotzig.dpa