Von 17 seit 2001 auf Weltebene gespielten Konkurrenzen haben die Südamerikaner nicht weniger als 13 gewonnen, bei drei weiteren waren sie Finalist. Aus der Reihe tanzt nur die World League 2008, als es lediglich zu Rang vier reichte.Hinter diesen Erfolgen steht außer einem ausgezeichneten Spielermaterial vor allem der Trainer. Nachdem Bernardo Rocha de Rezende die „Selecao“ 2001 übernommen hatte, ging es steil aufwärts. Selbst eine von „Bernhardinho“ im vergangenen Jahr vorgenommene Verjungüng u.a. mit dem Einbau seines Sohns Bruno brachte das Erfolgsgerüst nicht ins Wanken.Bei der am Sonntag in der Römer Arena Palalottomatica mit einem 3:0-Finalsieg gegen Kuba zu Ende gegangenen WM konnte es sich der 51-jährige Coach sogar schon leisten, seinen 33-jährigen Kapitän Giba keine Minute einzusetzen, seine Nachfolger holten den Titel auch ohne ihn. Nächstes Ziel der Brasilos ist ganz klar Olympia 2012, hatten sie doch in Peking 2008 im Endspiel gegen die USA eine ihrer zuletzt wenigen Niederlagen erlitten.Die US-Truppe ist eines der Teams mit Potenzial, der „gelb-grünen“ Macht eines Tages auf Dauer gefährlich zu werden. Diesmal wurden die USA von Russland auf Rang sechs verwiesen. Die Russen holen zwar regelmäßig bei Großereignissen Podestplätze, ihr bisher letzter Titelgewinn war aber der World-Cup-Gewinn 1999. Das hat sich auch mit dem vorjährigen Engagement des italienischen Star-Coaches Daniele Bagnoli nicht geändert.Am aufstrebendsten sind die Kubaner, bei der WM für ihre erfrischenden Darbietungen mit Silber belohnt. Für sie spricht die Jugend, mit im Schnitt 22,5 Jahren waren sie die jüngste Mannschaft bei diesem Titelkampf. Serbien liegt mit 24,6 Jahren nicht viel schlechter, doch müssen sie künftig zumindest auf ihren Kapitän Nikola Grbic verzichten. Der 37-Jährige war bester Aufspieler der WM, beendet nun aber seine Nationalteam-Karriere.Schon bei der EuroVolley vom 10. bis 18. September 2011 in Österreich und Tschechien müssen die Serben ohne Grbic auskommen. Da will auch der WM-Vierte Italien erstmals nach sechs Jahren wieder ganz oben stehen. Und es wird mit den Polen zu rechnen sein. Sie sind bei der WM als Europameister und Vize-Weltmeister angetreten, landeten aber nicht in den Top Zwölf. Doch allein die WM-Ausrichtung 2014 wird bei ihnen wieder für einen Schub sorgen.dpa