Fünf Grad in den Bergen von Krasnaja Poljana bereiten vor allem den Langläufern Probleme. Trotz voraussichtlich steigender Temperaturen in den kommenden Tagen und Kritik an den Bedingungen geben sich die Olympia-Macher jedoch weiter gelassen.„Wir haben ein starkes Programm für die Lagerung und Produktion von Schnee“, sagte Alexandra Kosterina, Sprecherin des Sotschi-Organisationskomitees, am Dienstag. In den vergangenen zwei Jahren seien Schneemassen gesammelt und gelagert worden – mehr als 700.000 Kubikmeter. „Wir hatten sehr warme Temperaturen im vergangenen Winter. Aber alles ging gut.“ Es gebe viel Schnee, betonte auch Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). „Es ist nur ein bisschen warm.“ Nachts lägen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. „Bisher läuft alles nach Plan“, versicherte Adams.Nachdem bereits erste Trainings in der Damen-Abfahrt oder beim Springen der Nordischen Kombinierer abgesagt werden mussten, werden die Klagen jedoch lauter. „Die Sprintstrecke war heute in der Früh eine Katastrophe“, meinte etwa der deutsche Herren-Langlauf-Trainer Andreas Schlütter vor der Sprint-Entscheidung. Dabei quälten sich die Langläuferinnen über eine tiefe, sulzige Loipe. Österreichs Biathlon-Ass Dominik Landertinger wies schon am Montag nach der Verfolgung auf die schwierigen Bedingungen hin: „Es war brutal zäh zum Laufen, die Loipe war sehr tief.“Mit Salz wurde der Schlussanstieg im „Laura“-Komplex präpariert – in der Halfpipe warnten die Athletinnen zunächst sogar vor bedenklichen Verhältnissen. „Ich habe so viele Leute stürzen sehen wie in der gesamten Saison. Es ist gefährlich, weil es beschissen ist“, sagte die US-Amerikanerin Hannah Teter, Olympiasiegerin von 2006. Das mit Chemikalien behandelte Eis garantierte aber zumindest in der Qualifikation der Männer am Dienstag gute Bedingungen. „Der Schnee ist weich, aber hält. Es ist ganz anders als gestern“, lobte US-Superstar Shaun White. „Ich bin so dankbar.“apa/dpa