Samstag, 13. August 2016

Wenn ein Harting scheitert, gewinnt eben der andere

Der deutsche Diskuswerfer Christoph Harting gewinnt Olympiagold in Rio und wird Nachfolger seines Bruders Robert, der völlig überraschend am Freitag in der Qualifikation gescheitert war.

Sein Bruder Robert zerreißt nach jedem Sieg sein Trikot, Christoph Harting feiert ein bisschen weniger extravagant.
Sein Bruder Robert zerreißt nach jedem Sieg sein Trikot, Christoph Harting feiert ein bisschen weniger extravagant. - Foto: © APA/AFP

Diskuswerfer Christoph Harting hat am Samstag bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro für die erste Gold-Medaille der deutschen Leichtathleten gesorgt. Der Bruder von London-Champion Robert verwies den Polen Piotr Malachowski und den anderen Deutschen Daniel Jasinski auf die Ränge zwei und drei.

Der Berliner Christoph Harting sicherte sich im letzten Durchgang mit der persönlichen Bestleistung von 68,37 Metern Gold – vier Jahre nach dem London-Sieg seines Bruders Robert. Ebenfalls im letzten Versuch holte der Wattenscheider Daniel Jasinski Bronze. Sein Diskus segelte auf 67,05 Meter. Zwischen dem deutschen Duo landete der lange in Führung liegende Malachowski, der mit 67,55 Metern den zweiten Platz belegte.

Für Christoph Hartings Bruder Robert war der Traum von der Titelverteidigung am Vortag geplatzt. Ein Hexenschuss zwang den dreimaligen Weltmeister in die Knie. In der Qualifikation schaffte er es nicht unter die besten zwölf Athleten.

dpa

stol