Mittwoch, 08. April 2015

Wie der Vater, so der Sohn

Die Kameras sind auf Mick Schumacher gerichtet. Der 16 Jahre alte Sohn von Michael Schumacher fährt erstmals vor Publikum in einem Formel-4-Wagen. Das Interesse ist groß. Reden wird er vorerst nicht öffentlich.

Mick Schumacher
Mick Schumacher - Foto: © APA/Reuters

Das Visier ist hochgeklappt. Der Blick von Mick Schumacher unter seinem leuchtend gelben Helm huscht immer wieder vom linken zum rechten Außenspiegel und zurück. Der Sohn des erfolgreichsten Formel-1-Piloten der Welt sitzt in seinem neuen Rennwagen mit der Startnummer 25 in einem Zelt des Van Amersfoort Racing Teams.

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Foto: Reuters

Vor ihm haben sich Journalisten, Kamerateams und Fotografen postiert. Sie beobachten und halten jede Bewegung des 16 Jahre alten Sohnes von Rekordweltmeister Michael Schumacher fest.

Spricht kein Wort

Sagen wird der Teenager, dessen Vater nach seinem Skiunfall am 29. Dezember 2013 und dem dabei erlittenen schweren Schädel-Hirntrauma zu Hause am Genfer See seine langwierige Rehabilitation fortsetzt, nichts. Nicht bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in der neuen ADAC Formel 4 und auch nicht am zweiten Testtag an diesem Donnerstag.

Das stellte Michael Schumachers Managerin Sabine Kehm am Mittwoch bereits klar. Vermutlich wird das auch länger so bleiben. Es sei wichtig, dass Mick sich erstmal aufs Testen und Rennfahren konzentrieren könne.

„Wir dürfen nicht vergessen: Das ist ein junger Kerl, der ist gerade 16 geworden“, betonte Kehm. „Aus meiner Sicht muss und möchte ich natürlich in erster Linie dafür werben, dass man die Erwartungen nicht allzuhoch stellt“, sagte die Managerin von Micks Vater.

Foto: EPA

Schumacher-Managerin bittet um Zurückhaltung

Mick Schumacher werde dieses Jahr sehr viele neue Erfahrungen sammeln und gleichzeitig alles daran setzen, seine bestmögliche Leistung zu bringen. „Aber ich möchte natürlich sehr um Zurückhaltung werben, damit er diese Leistung auch wirklich abrufen kann“, betonte Kehm.

Es dient einfach auch dem Schutz des Heranwachsenden mit dem auf der ganzen Welt so berühmten, aber seit weit über einem Jahr wegen der Folgen seines Skiunfalls aus der Öffentlichkeit verschwundenen Vater. Denn auf Mick Schumacher werden an den acht Rennwochenenden der neuen Einstiegsserie in den Formel-Sport ohnehin die Augen gerichtet sein. Das wurde am Mittwoch deutlich.

dpa

stol