Sonntag, 28. Juni 2015

Williams in Wimbledon vor zweitem „Serena Slam“

Die US-Amerikanerin Serena Williams schickt sich ab Montag in Wimbledon an, zum zweiten Mal in ihrer Karriere einen „Serena Slam“ zu verwirklichen.

Foto: © APA/AP

Grand-Slam-Siege bei vier aufeinanderfolgenden Majors waren ihr schon von den French Open 2002 bis zu den Australian Open 2003 gelungen. Nach den jüngsten Triumphen bei den US, Australian und French Open fehlt nun nur noch ein Erfolg in Wimbledon.

Mit diesem würde die 33-Jährige den vorletzten Schritt zum echten Grand Slam schaffen, also dem Gewinn aller vier großen Turniere in einem Kalenderjahr.

Das hat zuletzt die Deutsche Steffi Graf 1988 zuwege gebracht.

Williams will sich auf dem Weg zu ihrem sechsten Wimbledon-Triumph aber keinem Druck aussetzen. „Vielleicht kommt der Druck, wenn ich hier in Wimbledon gewinne. Momentan spüre ich ihn aber nicht.“

Mental stark zu bleiben, sei die größte Herausforderung, meinte die Gewinnerin von 20 Grand-Slam-Einzeltiteln.

Eine gewisse psychische Stärke habe sie sich aber schon früh angeeignet. „Ich war das jüngste von fünf Kindern. Das hat mich abgehärtet.“

Mit einem Finalerfolg in Wimbledon würde Williams bis auf einen Titel an Grand-Slam-Rekordhalterin Graf heranrücken, auch den könnte sie dann im September in New York erreichen.

Herren sind von Williams beeindruckt

Respekt für ihre Leistungen erntet Williams u.a. von Größen aus dem Herren-Lager.

Der Weltranglisten-Dritte Andy Murray bezeichnete sie als über alle Sportarten hinweg phänomenale Athletin.

„Was sie schon erreicht hat, ist unglaublich“, meinte der Schotte. „Rasen ist allerdings ein sehr, sehr unangenehmer Untergrund, um zu gewinnen – speziell über drei Sätze.

Es reichen 30 schwache Minuten, und du kannst das Match verloren haben.“

Der Weltranglisten-Zweite Roger Federer schlug in die gleiche Kerbe.

„Sie ist großartig begabt. Aber der größte Fehler wäre es, zu glauben, schon im Finale der US Open zu stehen“, sprach der Schweizer die Jagd auf den Grand Slam an.

Im modernen Herren-Tennis hat den noch niemand erreicht. „Das so Bewundernswerte an ihr ist jedenfalls, immer wieder zur rechten Zeit für ihre Herausforderung bereit zu sein“, meinte Federer über Williams.

apa/reuters

stol