Mittwoch, 16. März 2016

Wir sind Abfahrtskönig: Peter Fill holt die Kugel

Die Letzten werden die Ersten sein, heißt es. Und so trat Peter Fill am Mittwoch beim Weltcup-Abfahrts-Finale der Herren in St. Moritz als letzter Fahrer überhaupt an. Sein Ziel: die kleine Kristallkugel. Sehen Sie selbst, wie Fill auf das Ergebnis reagiert - BILDERGALERIE.

Er hat er geschafft: Peter Fill hat sich die kleine Kristallkugel in St. Moritz geschnappt!
Er hat er geschafft: Peter Fill hat sich die kleine Kristallkugel in St. Moritz geschnappt! - Foto: © APA/AFP

Es war ein Kampf bis zum Schluss, ein Kampf um die beste Platzierung, um den Sieg, um den Titel des Abfahrtskönigs der vergangenen Weltcupsaison. Und es war ein Kampf um halbwegs passables Wetter.

Mit halbstündiger Verzögerung wurde das letzte Rennen in der Abfahrtswertung dann gestartet. Peter Fill, Dominik Paris und Christoph Innerhofer waren die Südtiroler unter den letzten 22 Athleten, die in St. Moritz an den Start gingen.
Innerhofer hatte mit der Entscheidung um die Kugel nichts am Hut, er wurde 15.

Paris trotz Schmerzen am Start: Er wird 19.

Der Ultner Dominik Paris startete trotz Schmerzen mit Startnummer 18. Sein Antreten war nach dem Trainingssturz am Dienstag ungewiss (STOL hat berichtet). Paris sagte im Vorfeld, er werde es versuchen. Im Ziel angekommen leuchtete Rang 13 auf. Er rutschte auf Rang 19 zurück, doch zumindest hatte er es probiert. 

Auch die anderen im Vorfeld möglichen Kontrahenten um die Kugel, Kjetil Jansrud und Adrien Theaux, konnten nicht ausreichend punkten. Jansrud wurde 4., Theaux 16.

Fill musste 15. werden - und wurde 10.

Dann ging Fill an den Start. Er musste unter die ersten 15 Plätze fahren, um sich als erster Südtiroler überhaupt die Kugel zu holen. Im Ziel angekommen, leuchtete Rang 10 auf. Seinen Gewinn noch nicht selbst realisierend, wartete der Kastelruther mit Spannung auf die erlösende Nachricht. 

Und dann kam sie! Vor Erleichterung und Freude brüllend sank Fill auf die Knie, das unfassbare Glück war ihm ins Gesicht geschrieben. Immer wieder schrie er: "YES!"

Als erster Südtiroler überhaupt: Gratulieren Sie hier!

Mit Rang 10 konnte Fill 26 Punkte Vorsprung auf den Norweger Aksel Lund Svindal erzielen, mit dem er bis zum letzten Rennen punktgleich um den Abfahrtwertungsssieg konkurriert hatte (STOL hat berichtet). Dieser war aufgrund einer Verletzung nicht mehr angetreten, hätte im Fall einer Absage der Abfahrt aber wegen der höheren Anzahl an Siegen gewonnen.

Doch all das ist nun vergessen. Fill schreibt mit diesem Erfolg Abfahrtsgeschichte! Und das, nachdem er sich in dieser Saison in Kitzbühel bereits zum König der Streif gekürt hatte. Was der Abfahrtskönig selbst dazu sagt, lesen Sie hier

stol/ker

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stol