Montag, 19. September 2016

WM-Finale: Triathlon-Drama um Jonathan Brownlee

Klar in Führung liegend drohte der Brite 400 Meter vor dem Ziel zusammenzubrechen. Sein Bruder Alistair Brownlee fing ihn zwar auf und schubste ihn vor sich über die Ziellinie, weil aber Platz 1 inzwischen vergeben war, musste sich Jonathan Brownlee auch in der WM-Gesamtwertung mit Platz 2 begnügen.

Jonathan Brownlee (rechts) war auf dem Weg zum WM-Titel, erlitt aber 400 Meter vor dem Ziel einen Schwächeanfall und musste von seinem Bruder Alistair gestützt werden.
Jonathan Brownlee (rechts) war auf dem Weg zum WM-Titel, erlitt aber 400 Meter vor dem Ziel einen Schwächeanfall und musste von seinem Bruder Alistair gestützt werden. - Foto: © APA/AFP

Mit einem Drama um den Briten Jonathan Brownlee ist die WM-Serie der Triathleten zu Ende gegangen. Der Olympia-Zweite von Rio lag am Sonntag beim Grand Final im mexikanischen Cozumel bis 400 Meter vor dem Ziel klar in Führung und war auf dem besten Weg zum WM-Titel, als er plötzlich unter der drückenden Hitze zu taumeln begann und zusammenzubrechen drohte.

Sein hinter ihm liegender Bruder Alistair fing ihn auf, schleppte ihn weiter und schubste ihn über die Ziellinie. Jonathan Brownlee wurde am Ende Zweiter vor dem zweifachen Olympiasieger Alistair Brownlee. Den Sieg sicherte sich der Südafrikaner Henri Schoeman.

Jonathan Brownlee hätte das Rennen über 1.500 Meter Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und zehn Kilometer Laufen gewinnen müssen, um Mario Mola noch in der Gesamtwertung abfangen zu können. Doch durch Brownlees zweiten Platz reichte dem Spanier Rang fünf zu seinem ersten WM-Triumph.

Mola löste nach neun WM-Rennen seinen in dieser Saison lange verletzten Landsmann Javier Gomez ab.

apa/dpa

stol