Mittwoch, 29. April 2015

Wolfsburg erstmals seit 1995 im Cupfinale

Borussia Dortmund gegen VfL Wolfsburg heißt das DFB-Pokalfinale 2015. Nach dem dramatischen Sieg des BVB im Elfmeterkrimi von München war das zweite Halbfinale eine klare Angelegenheit. Der Bundesligazweite aus Wolfsburg zeigte dem Drittligisten Bielefeld die Grenzen auf.

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Der VfL Wolfsburg hat das Fußball-Märchen von Favoritenschreck Arminia Bielefeld jäh beendet und erstmals seit 20 Jahren wieder das DFB-Pokalfinale erreicht. Mit gnadenloser Effektivität siegte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking am Mittwoch beim Drittliga-Spitzenreiter 4:0 (2:0) und greift damit am 30. Mai im Finale gegen Borussia Dortmund erstmals nach dem DFB-Pokal.

Für die Arminia ist dagegen die Pokal-Reise nach den sensationellen Siegen gegen die Bundesligisten Berlin, Bremen und Gladbach an der vorletzten Hürde gestoppt.

„Großer Moment für die Mannschaft“

„Das ist ein großer Moment für die Mannschaft, den VfL und die Stadt Wolfsburg. Es ist sensationell, dass wir das geschafft haben. Das Finale gibt dem Club einen unglaublichen Schub“, sagte Manager Klaus Allofs und lobte: „Die Mannschaft zeichnet der Zusammenhalt aus. Die Spieler sind nach schweren Zeiten erfolgshungrig und zeigen Moral.“ Auf der Gegenseite sprach unterdessen Florian Dick trotz der deutlichen Niederlage von „Gänsehaut“-Atmosphäre aufgrund der tollen Stimmung im Bielefelder Stadion.

Arnold mit Doppelpack

Zweimal Maximilian Arnold (8. und 54.), Luiz Gustavo (31.) und Ivan Perisic (51.) machten vor 26 137 Zuschauern in der ausverkauften Schüco-Arena den zweiten Final-Einzug perfekt. 1995 hatte der VfL beim bisher einzigen Finale 0:3 gegen Gladbach verloren.

Für die Bielefelder geht es dagegen ab jetzt nur noch um die Zweitliga-Rückkehr, bereits am Samstag könnte gegen den Zweiten Holstein Kiel der vorentscheidende Schritt gelingen. „Wir haben noch ein Ziel. Wir sind Tabellenführer, aber wir sind noch nicht durch“, sagte Dick.

Bielefeld motiviert, aber an den Grenzen

Mit hoher Lauf- und Kampfbereitschaft traten die von den eigenen Fans frenetisch unterstützten Ostwestfalen auf. Doch gegen die fußballerische Klasse des Bundesliga-Zweiten stieß die Mannschaft von Trainer Norbert Meier schnell an ihre Grenzen. Sicher in der Defensive und routiniert in der Spielanlage ließen sich die Niedersachsen von der hitzigen Atmosphäre nicht anstecken.

dpa

stol