Donnerstag, 09. April 2020

10 Millionen für die Instandhaltung der Brücken 2020

In Südtirol ist die Sicherheit der Brücken durch ein Landesgesetz gesetzlich geregelt. 2020 werden rund 10 Millionen Euro für die Sicherheit der Brücken vorgesehen.

Sobald es die Sicherheitsbestimmungen zulassen, werden die Arbeiten an den Brücken begonnen.
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Sobald es die Sicherheitsbestimmungen zulassen, werden die Arbeiten an den Brücken begonnen. - Foto: © Autonome Provinz Bozen-Südtirol
Das Land Südtirol investiert jedes Jahr in die ordentliche und außerordentliche Instandhaltung der 1704 Brücken in ganz Südtirol. Dieses Jahr wurden rund 10 Millionen Euro für die Sicherheit der Brücken vorgesehen. Sobald es die Sicherheitsbestimmungen zulassen, werden die Arbeiten an den Brücken begonnen.

„Für uns ist die Sicherheit der Brücken von großer Wichtigkeit. Kontinuierliche Inspektionen garantieren eine rasche Identifikation und Sanierung der Mängel. Die 1704 Brücken in Südtirol werden regelmäßig von den Mitarbeitern der Abteilungen Straßendienst und Tiefbau kontrolliert“, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. In Südtirol befindet sich im Durchschnitt pro 1,2 Kilometer gefahrener Straße eine Brücke. Modernes und sichere Brücken seien deswegen von oberster Priorität, so Alfreider.

Sanierungsarbeiten 2020

Für 2020 sind die Ausschreibungen der Sanierungsarbeiten der Brücken in Franzensfeste (2,3 Millionen), der Brücke Eschenhohe im Ultental (6,9 Millionen) und der Brücke in Waidbruck (5 Millionen) vorgesehen. Zusätzlich ist die Planung der Brückensanierung in Vahrn (5,4 Millionen) vorgesehen.

In den nächsten Jahren kommen dann weitere Sanierungsarbeiten der Brücken auf Staatsstraßen in den Gemeinden Meran (3,8 Millionen), Natz – Schabs (1,7 Millionen), Marling (2,1 Millionen) und am Sellajoch (1 Million). Was die Landesstraßen anbelangt werden die Brücken in den Gemeinden Aldein (5,5 Millionen), Naturns (500.000 Euro), Meran (1,7 Millionen), Pfatten (1,1 Millionen) und Welsberg (800.000) in den kommenden Jahren saniert.

Valentino Pagani, Direktor der Abteilung Tiefbau erklärt die Wichtigkeit solcher Eingriffe

Pagani: „Auf staatlicher Ebene haben wir nicht dieselben Standards wie hier in Südtirol. Wir haben die Möglichkeiten der Autonomie genutzt, und es gibt ein Gesetz, das die italienischen und österreichischen Richtlinien verbindet. Unsere Brücken werden demnach sehr streng kontrolliert“

Der Brückendienst des Landes wurde 2009 gegründet, mit welchen Ergebnissen?

Pagani: „Auf unsere Generation kommt mit der Kontrolle und Überwachung der vielen alten Strukturen eine neue Aufgabe hinzu. Von 1998 bis heute sind 70 Brücken saniert und weitere 79 neu gebaut worden. In diese 157 Projekte wurden insgesamt 115 Millionen Euro investiert. Weitere 20 bis 25 kleinere Projekte kommen jährlich mit 1,5 Millionen Euro hinzu.“

Simona Sedlak, Koordinatorin des Brückendienstes erklärt die kontinuierlichen Kontrollen der Brücken

Sedlak: „Alle 1704 Brücken des Landes werden jede 3 Monate von den Mitarbeitern des Straßendienstes oder nach besonderen Ereignissen kontrolliert. Die 389 Brücken, die zwischen 6 und 10 Meter lang sind, werden im Abschnitt von 10 Jahren von Experten überprüft. Die 318 Brücken mit einer Länge zwischen 10 und 20 Meter werden jede 6 Jahre überprüft und die Brücken mit über 20 Meter Länge jedes dritte Jahr.“

Gibt es weitere Kontrollen?

Sedlak: „Alle 18 Jahren werden die Brücken mit einer Länge zwischen 10 und 20 Meter durch eine Belastungsprobe überprüft. Bei den 161 Brücken über 20 Meter Gesamtlänge findet die Belastungsprobe jede 9 Jahre statt.“



jot