Laut den aktuellen Plänen der Regierung Meloni könnte diese Bonus-Zahlung schon im Dezember ausgezahlt werden und nicht wie ursprünglich angedacht erst im Jänner 2025.<BR /><BR />Erklärtes Ziel der Regierung Meloni ist es, Familien und die Mittelschicht zu unterstützen. Als eine Maßnahme unter mehreren wurde daher heuer im Frühjahr im Zuge der Steuerreform der „Bonus Befana“ eingeführt: eine einmalige Zahlung von 100 Euro für Arbeitnehmer, die bestimmte Voraussetzungen im Hinblick auf Einkommen und Familienzusammensetzung erfüllen. <BR /><BR />Noch im Frühjahr war geplant gewesen, diesen Una-Tantum-Beitrag erst im Jänner 2025 automatisch mit dem Gehalt auszuzahlen – daher auch der Name „Bonus Befana“ (laut dem italienischen Volksglauben kommt die Hexe Befana am 6. Jänner und bringt Geschenke).<BR /><h3> Betrag wird nicht versteuert</h3><BR />Mittlerweile strebt die Regierung die Auszahlung schon im Dezember zusammen mit dem Weihnachtsgeld an, um „den Familien konkrete Unterstützung zu bieten, insbesondere in einem entscheidenden Moment des Jahres“, wie der stellvertretende Wirtschaftsminister Maurizio Leo erklärte. Aus dem „Bonus Befana“ wird also voraussichtlich ein „Bonus Natale“, wie Leo meinte. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1075812_image" /></div> <BR />Lange war unklar gewesen, ob der Betrag noch versteuert werden muss. Weil sich die Steuereinnahmen heuer aber so positiv entwickelt hätten, „zielen wir darauf ab, die 100 Euro netto auszuzahlen“, kündigte der Vizeminister kürzlich an.<BR /><h3> Die Bedingungen</h3><BR />Nachdem der Bonus erst in den nächsten Tagen als Teil des Omnibus-Dekretes genehmigt wird, sind noch nicht alle Details klar. Aber die wichtigsten Eckpunkte stehen. <BR />Um ihn beziehen zu können, ist zunächst einmal das Einkommen entscheidend: Es darf im Jahr maximal 28.000 Euro brutto betragen (das würde einem monatlichen Nettoeinkommen von rund 1650 Euro entsprechen). <BR />Nachdem die Regierung sich zum Ziel gesetzt hat, Familien unter die Arme zu greifen, verlangt eine weitere Voraussetzung, dass man verheiratet ist und mindestens ein zu Lasten lebendes Kind hat. Zudem muss – so berichten die meisten Medien – auch der Partner steuerlich zu Lasten leben. <BR />Mit anderen Worten: Der Bonus wird nur Familien mit einem Einkommen (unter 28.000 Euro) und mindestens einem Kind gewährt.<BR />Alleinerziehende sollen den Bonus erhalten können, wenn es nur ein Elternteil gibt oder das zweite Elternteil das Kind nicht anerkannt hat. Dieselben Bedingungen gelten für Adoptiv- oder Pflegekinder.<BR /><h3> Arbeitnehmer muss selber ansuchen</h3><BR />In Italien werden somit schätzungsweise rund eine Million Arbeitnehmer diesen Bonus erhalten. Die Kosten für den Staat werden auf 100 Millionen Euro geschätzt. <BR />Nach dem aktuellen Stand der Dinge wird der „Bonus Natale“ aber nicht automatisch an alle ausbezahlt, die ein Anrecht darauf haben. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Arbeitnehmer darum ansuchen müssen.<BR /><h3> Weitere Steuersenkungen geplant: IRPEF reduzieren</h3><BR />Geht es nach der Regierung, sollen weitere Maßnahmen folgen, um die Steuerlast für die niedrigen und mittleren Einkommen zu reduzieren. Ein wichtiger Baustein wäre die Senkung des zweiten Steuersatzes der Einkommensteuer (Irpef) von 35 auf 33 Prozent. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1075815_image" /></div> <BR /><BR />Zur Erinnerung: Die Einkommenssteuertarife waren im Vorjahr für heuer probeweise von 4 auf 3 reduziert worden – und das möchte die Regierung auch so beibehalten: Damit gibt es derzeit 3 Irpef-Sätze: 23 Prozent für Einkommen bis zu 28.000 Euro, 35 Prozent für den Teil des Einkommens zwischen 28.000 und 50.000 Euro sowie 43 Prozent für den Teil des Einkommens, der die 50.000 Euro überschreitet.<BR /><BR />Nun möchte die Regierung noch einen Schritt weitergehen und die zweite Steuerstufe von 35 auf 33 Prozent senken – immer vorausgesetzt, sie findet die Mittel zur Finanzierung diese Maßnahme. <BR />„Vielleicht können wir dann noch weiter gehen und für diejenigen, die in die dritte Einkommensstufe mit 43 Prozent fallen, diese Grenze auf 60.000 Euro anheben“, führte Leo kürzlich aus. „Aber das alles muss mit Vorsicht geschehen und hängt davon ab, welche Mittel wir aufbringen können.“<BR />Die Maßnahme würde nach Angaben des Ministers zwischen 2,5 und 4 Milliarden Euro kosten.