Montag, 22. Juni 2015

12,4 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in Südtirol

Die Arbeitslosenquote in Südtirol beläuft sich im Jahr 2014 auf 4,4 Prozent. Insbeondere Jugendliche und Nicht-EU-Bürger stehen häufig ohne Jobs da. Dies geht aus einer ASTAT-Studie hervor.

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Foto: © shutterstock

Wie aus den Daten des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) hervorgeht, sind im Jahr 2014 in Südtirol durchschnittlich 64,3 Prozent der Frauen und 77,3 Prozent der Männer erwerbstätig. 

Der Anteil der befristet Beschäftigten beläuft sich auf 14,9 Prozent. 11.300 Personen sind auf Arbeitsuche; daraus ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent.

Von den 243.600 Erwerbstätigen im Jahr 2014 sind 77,0 Prozent vollzeit- und 23,0 Prozent teilzeitbeschäftigt. Wie in den Jahren zuvor arbeitet ein großer Teil der Beschäftigten aus familiären Gründen in Teilzeit (2014 sind es 54,5 Prozent der Teilzeitbeschäftigten).

23,7 Prozent sind selbstständig und 76,3 Prozent unselbstständig tätig. Während bei den Männern 29,9 Prozent der Erwerbstätigen als Selbstständige arbeiten, trifft dies nur auf 16,0 Prozent bei den Frauen zu.

Nacht und Wochenendarbeit keine Seltenheit 

18,0 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten mindestens zweimal wöchentlich zwischen 20 und 23 Uhr abends, während 6,6 Prozent mindestens zweimal wöchentlich von Nachtarbeit nach 23 Uhr abends betroffen sind.

33,7 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten mindestens zweimal pro Monat samstags, während 18,1 Prozent gleich oft von Sonntagsarbeit betroffen sind.

12,4 Prozent Jugendarbeitslosenquote

Im Jahr 2014 sind in Südtirol durchschnittlich 5000 Frauen und 6300 Männer aktiv auf Arbeitsuche. Die Arbeitslosenquote (Anteil der Arbeitsuchenden an den Erwerbspersonen) beläuft sich insgesamt auf 4,4 Prozent; die Frauenarbeitslosigkeit beträgt 4,3 Prozent und die Männerarbeitslosigkeit 4,5 Prozent.

Von den Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren sind 2.800 auf Arbeitsuche. Dies entspricht einer Jugendarbeitslosenquote von 12,4 Prozent.

Die Arbeitslosenquoten 2014 unterscheiden sich sowohl nach Wohnsitzgebiet als auch nach EU-Zugehörigkeit der befragten Personen. So beträgt die Arbeitslosenquote bezogen auf die Wohnbevölkerung der Landeshauptstadt Bozen 6,6 Prozent, während sie sich im restlichen Südtirol im Schnitt auf 3,9 Prozent beläuft.

Noch größer sind die Unterschiede zwischen der ansässigen Bevölkerung mit Staatsbürgerschaft eines EU-Landes (inklusive Italien) und den ansässigen Nicht-EU-Bürgern. Im ersten Fall beläuft sich die Quote auf 3,3 Prozent, im zweiten auf 22,5 Prozent.

Die komplette Studie im Überblick gibt es hier. 

stol

stol