Bis zur Jahrhundertwende wurden 86 Vereine gegründet. 1914 bestanden bereits 125 Spar- und Darlehenskassen-Vereine, der Höchststand wurde 1925 mit 135 Vereinen erreicht. Ein Stand, der bis 1934 gehalten werden konnte.Bis 1944 wurden durch Faschismus und Kriegswirren 78 Kassenvereine liquidiert, sodass nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch 55 Raiffeisenkassen verblieben sind.Heute gibt es 47 Südtiroler Raiffeisenkassen.Als Genossenschaftsbanken sind sie dem Raiffeisenverband Südtirol angeschlossen, der aktuell 370 Mitgliedsgenossenschaften der verschiedensten Sparten (Obst, Wein, Milch, Energie, Wasser, Wohnbau, Sozial, Bezug oder Konsum) und Mitgliedskörperschaften zählt.196 Geschäftsstellen Die Südtiroler Raiffeisenkassen zählen 196 Geschäftsstellen und sind heute laut eigenen Angaben mit im Einlagen- und im Kreditgeschäft des Südtiroler Bankensystems Marktführer.Gemeinsam mit der Raiffeisen Landesbank Südtirol AG stellen sie rund mit jeweils 47 Prozent bei den vergebenen Krediten und bei den Einlagen fast die Hälfte der Marktanteile in Südtirol, hieß es am Freitag auf einer Tagung.Gutes HalbjahresergebnisTrotz eines massiv schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes konnten die Raiffeisenkassen ein gutes Halbjahresergebnis 2014 erzielen: Das Bruttovolumen der von den Raiffeisenkassen (inklusive Raiffeisen Landesbank) vergebenen Kredite betrug bis Ende Juni 9617 Millionen Euro und die direkten Kundeneinlagen 9971 Millionen Euro.Zusammen weisen die Raiffeisenkassen samt Raiffeisen Landesbank heute ein Kundengeschäftsvolumen von 21.611 Millionen Euro und ein bilanzielles Eigenkapital von 2123 Millionen Euro auf.Aktuell zählen die Südtiroler Raiffeisenkassen über 59.000 Mitglieder.