Montag, 04. November 2019

15 Länder einigen sich auf asiatisch-pazifischen Freihandelspakt

15 Länder haben sich auf dem ASEAN-Gipfel in Thailand verständigt, den größten Freihandelspakt im asiatisch-pazifischen Raum 2020 abzuschließen. 15 der 16 verhandelnden Länder wollten den sogenannten RCEP-Vertrag im kommenden Jahr unterzeichnen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung am Montagabend (Ortszeit) beim Abschluss des Treffens der südostasiatischen Staatengemeinschaft.

Im Bild (von links) Regierungsvertreter  Hun Sen aus Kambodscha, Jacinda Ardern aus  Neuseeland, Narendra Modi aus Indien, Li Keqiang auch China, Prayut Chan-O-Cha aus Thailand, Nguyen Xuan Phuc aus Vietnam,  Scott Morrison aus Australien and  Shinzo Abe aus Japan  beim Treffen der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) Summit.
Im Bild (von links) Regierungsvertreter Hun Sen aus Kambodscha, Jacinda Ardern aus Neuseeland, Narendra Modi aus Indien, Li Keqiang auch China, Prayut Chan-O-Cha aus Thailand, Nguyen Xuan Phuc aus Vietnam, Scott Morrison aus Australien and Shinzo Abe aus Japan beim Treffen der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) Summit. - Foto: © APA/afp / MANAN VATSYAYANA

Das 16. Land, Indien, habe sich noch nicht dazu bereit erklärt, da es noch erhebliche Differenzen gebe, hieß es in einer Abschlusserklärung. „Indiens endgültige Entscheidung hängt von der zufriedenstellenden Lösung dieser Probleme ab“, hieß es weiter. Die anderen 15 Staaten würden weiter mit Indien verhandeln.

Der Freihandelspakt unter der Führung von China würde ein Drittel des Welthandels einschließen. Die RCEP-Gespräche haben durch den Handelskrieg zwischen den USA und China neuen Schwung bekommen, zumal US-Präsident Donald Trump kurz nach seinem Amtsantritt auch das bereits fertig ausgehandelte Abkommen für eine Transpazifische Partnerschaft (TPP) aufgekündigt hatte.

Die RCEP-Teilnehmerstaaten wollen diese Lücke für sich nutzen. Vor allem für China als zweitgrößte Volkswirtschaft wäre der Freihandelspakt ein großer Erfolg. Teilnehmen wollen auch Japan, Indien, Südkorea, Australien, Neuseeland sowie die zehn ASEAN-Länder Indonesien, Malaysia, Thailand, die Philippinen, Vietnam, Myanmar, Brunei, Laos, Kambodscha und Singapur.

apa/dpa