Bekannt wurde Moody durch sein Buch „Die Software Rebellen“, in dem er die Beweggründe für die Kooperation zwischen Unternehmen in der gesamten Welt bei der Entwicklung des Betriebssystems GNU/Linux minutiös beschreibt.In seinem Beitrag bei der South Tyrol Free Software Conference - der jährlich in Südtirol stattfindenden internationalen Konferenz über Freie Software - am 18. November im TIS innovation park in Bozen wird Moody hauptsächlich über den Zusammenhang zwischen Open Data und Open Innovation sprechen und die Wichtigkeit der Community-Idee für alle Gesellschaftsbereiche in den Mittelpunkt rücken.Statistiken, Verkehrsinformationen, wissenschaftliche Publikationen, medizinische Forschungsergebnisse oder Geo-Daten sind von gesamt-gesellschaftlichem Interesse.Wie aber diese Daten im Internet frei zugänglich gemacht werden können und zwar so, dass die Daten – je nach individuellem Bedarf - weiterverarbeitet werden können, ist das zentrale Thema Moodys.Welchen Beitrag die weltweite Free-Software Community zur Weiterentwicklung verschiedener Software leistet und wie dadurch Innovation gefördert wird, ist ein weiterer Schwerpunkt seiner Ausführungen.„Glyn Moody ist der große Vordenker, wenn es um Freie Software geht. Er veranschaulicht in seinen Vorträgen wie wichtig der Freiheits- und Transparenzgedanke für Software-Entwickler und darüber hinaus für die ganze Gesellschaft ist“, erläutert Patrick Ohnewein, Manager des Zentrums Free Software & Open Technologies des TIS.Dass Freie Software dabei nicht nur ein Thema für Software-Spezialisten ist, sondern auch in kleinen Handwerksbetrieben zum Einsatz kommt, veranschaulicht das Beispiel der Bäckerei Seppi aus Corvara, das bei der Free Software Conference in Form eines Best Practice erläutert wird.Die komplette Verwaltung der Stammdaten, Lieferaufträge und Fakturierung laufen in der Bäckerei Seppi über Openbravo, die Kassengeräte laufen auf Linuxsystemen.„Auf einen sehr einfachen Nenner gebracht, kann man sagen, dass der Hauptvorteil von Freier Software darin liegt, dass User nicht in Lizenzen, sondern in Köpfe investieren“, fasst Ohnewein zusammen. Mit der Free Software Conference soll alljährlich untermauert werden, dass geschlossene Software-Systeme weniger nachhaltig sind, als Freie Software.Neben Glyn Moody nehmen auch Wolfgang Jörg (Stadt Wien), Daniele Gobbetti (Linux User Group Bozen), Christian Peer (Peer Internet Solutions), Massimo Carnevali (Fondazione Edmund Mach), Petra Gratl (TIS innovation park), Matteo Dell'Amico (Mountain-eering), Italo Vignoli (The Document Foundation), Wolfgang Moser (Landesverwaltung), Sandro Groganz (Age of Peers), Walter Demichiel (DW-Net), Stefan Walder, Roberto Palmarin (SIAG) und Luca Irsara (QBUS) an der Tagung teil.Free Software AwardIm Verlaufe der Free Software Conference wird auch in diesem Jahr wieder der Free Software Award verliehen.Geehrt werden mit diesem Preis Persönlichkeiten, die sich um die Verbreitung und Verwendung von Freier Software in besonderem Maße verdient gemacht haben. Vergeben wird der Preis von der Linux User Group Bozen.Die Konferenz findet am Freitag, 18. November ab 8.30 Uhr im TIS innovation park (Siemensstr. 19, Bozen) statt.Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen ersuchten die Organisatoren um eine Online-Anmeldung.