Außerdem verrät sie uns die Tricks, mit welchen die Industrie ihr Speiseeis günstig herstellt. <BR /><BR />Die Grundzutaten für Speiseeis sind in den vergangenen Jahren empfindlich teurer geworden. Das hat sich auch auf den Endkonsumenten ausgewirkt: Waren vor 2 bis 3 Jahren die Preise pro Portion Eis noch unter 1,50 Euro, zahlt man mittlerweile gut und gerne 1,80 Euro pro Kugel bzw. Spachtel, zeigt ein Rundruf bei Südtirols Eisdielen.<BR /><BR /> <div class="embed-box"><div class="container-wrapper-genially" style="position: relative; min-height: 400px; max-width: 100%;"><img src=" https://img.genial.ly/5fd380c29270490f70f47a03/f30fb79b-ab39-43a4-b16e-6acb3b0565c8.jpeg" class="loader-genially" style="position: absolute; top: 0; right: 0; bottom: 0; left: 0; margin-top: auto; margin-right: auto; margin-bottom: auto; margin-left: auto; z-index: 1;width: 80px; height: 80px;"/><div id="663e5ecd811fe80014d98e13" class="genially-embed" style="margin: 0px auto; position: relative; height: auto; width: 100%;"></div></div><script>(function (d) { var js, id = "genially-embed-js", ref = d.getElementsByTagName("script")[0]; if (d.getElementById(id)) { return; } js = d.createElement("script"); js.id = id; js.async = true; js.src = " https://view.genial.ly/static/embed/embed.js"; ref.parentNode.insertBefore(js, ref); }(document));</script></div> <h3> Von Milch bis zum Zucker: Alles wird teurer</h3>„Wir mussten die Preise erhöhen, um die steigenden Kosten zu decken und das Geschäft rentabel zu halten. Wir verdienen jedoch nicht mehr, wie vielleicht manche Kunden glauben“, sagt Ferlito. Wie genau die Teuerung sich auf die Eisproduktion niederschlägt, zeigt die Eismacherin anhand mehrerer Rechnungen ihrer Eisdiele Ortler in Schlanders. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1027011_image" /></div> <BR /><BR />Eine der wichtigsten Zutaten für handwerklich hergestelltes Speiseeis ist Frischmilch. Diese kauft Ferlito in 10-Liter-Packungen. „2020 kosteten mich die 10 Liter 8,50 Euro plus Mehrwertsteuer, heuer 10,95 Euro“, sagt sie. Das ist ein Plus von rund 29 Prozent. <BR /><BR />Noch viel größer ist die Preissteigerung beim Zucker. Diesen kauft die Vinschgerin in Säcken zu 25 Kilogramm. „2021 habe ich pro Sack 16,82 Euro plus Mehrwertsteuer gezahlt, dieses Jahr über 28 Euro.“ Eine Zunahme von 66 Prozent in 3 Jahren. <BR /><BR /><embed id="dtext86-64693640_quote" /><BR /><BR />Verteuert haben sich auch Eier und Bindemittel. „Beim handwerklich hergestellten Eis verwendet man in der Regel Johannisbrotkernmehl oder Guarkernmehl, um die Masse zu binden. Diese sind um das 4-Fache teurer geworden“, sagt Ferlito. <BR /><BR />Doch nicht nur die Lebensmittelpreise sind höher, sondern auch die Preise für Verbrauchsmaterialien, wie Behältnisse, Papierservietten, und Gerätschaften. „2020 kostete mich zum Beispiel die Eiswanne aus Edelstahl 23 Euro, jetzt kostet dieselbe 50 Euro“, beklagt die Eisherstellerin. <BR /><BR />Was den Strom anbelangt, so seien die Energiekosten besonders vergangene Saison Thema gewesen. Mittlerweile sind die Energieausgaben aber wieder zurückgegangen, meint Ferlito. <h3>„Man zahlt für viel Luft“</h3>Die steigenden Preise für das „Gelato“ an der Eisdiele können so manchen Kunden zum Griff ins Kühlregal im Supermarkt verleiten. Doch die Unterschiede zwischen handwerklich- und industriegefertigtem Speiseeis seien enorm.<BR /><BR />Die Eisherstellerin klärt auf: „Handwerklich gefertigtes Eis verwendet frische Milch und frisches Obst, während in der Industrie oft Milchpulver und Fruchtpüree sowie sehr viele Emulgatoren, Stabilisatoren und Aromen verwendet werden.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1027014_image" /></div> <BR /><BR />Außerdem trickst die Industrie vor allem beim Volumen der süßen Köstlichkeit. Während beim handwerklich hergestellten Eis rund 30 Prozent Luft zugeführt werden, um der Eiscreme die bestimmte Konsistenz und Leichtigkeit zu geben, führe die Industrie oftmals auch 100 Prozent zu. „Man verdoppelt das Volumen. Das heißt, man zahlt für viel Luft“, fasst Ferlito zusammen. <BR /><BR />Ein weiterer Unterschied zwischen handwerklich hergestelltem und industriegefertigtem Speiseeis ist die Fettmenge: Das Eis der meisten Konzerne wird nicht nur mit Luft vollgepumpt, sondern auch mit Fett. Hauptsächlich Kokosfett und Sonnenblumenöl. <BR /><BR />Eine interessante Tatsache zum Schluss: Ausgerechnet in Italien, dem Land der „Gelaterie“, gibt es keine gesetzliche Regelung, die den Begriff „handwerklich gefertigtes Eis“ schützt und regelt, was rein darf und was nicht. Gerade deswegen rät Ferlito den Kunden, die Zutatenliste immer „genau“ zu lesen.