In Südtirol gibt es insgesamt über 1000 Genossenschaften mit rund 170.000 Mitgliedern, Tendenz steigend. Laut Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes, werden Genossenschaften künftig noch wichtiger, um Probleme und Aufgaben in der Gesellschaft solidarisch und gerecht zu bewältigen.Gasser: „Ich denke an den Gesundheits- und Pflegedienst, den Aufbau von altersgerechten Wohnformen, die Integration sozialer Randgruppen, die Erbringung von kommunalen Leistungen.“ Auch Theresia Theurl, Professorin für Volkswirtschaftslehre und Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Genossenschaftswesen an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, ist überzeugt von dem Konzept: „Genossenschaften sind sicher kein alter Hut. Vielmehr passen sie sehr gut in unsere Zeit. Zum einen, weil sie sich mit den Werten vieler Menschen vereinbaren lassen, etwa Nachhaltigkeit, Langfristigkeit, lokale Verwurzelung usw. Zum anderen, weil Unternehmen heute mehr kooperieren; wir nennen das heute zwar Allianzen und Netzwerke, aber die Wurzel ist die Genossenschaftsidee.“ Wie Genossenschaften den Weg in die Zukunft bewältigen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des „WIKU“ am Mittwoch. Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".