Im Jahr 2010 wurden um 9,1 Prozent mehr Baugenehmigungen genehmigt und abgeholt als 2009. Mehr als zwei Drittel der Baugenehmigungen betreffen Neubauten und, ein Drittel ErweiterungenDie Zahl der Bauabschlüsse sank hingegen in einem Jahr von 3,7 Millionen Kubikmeter auf 2,5 Millionen Kubikmeter (-32,9 Prozent). 1.741 Bauunternehmen - 0,2 Prozent mehr als 2009 - beschäftigten 11.902 Arbeiter (+2,6 Prozent). „2010 ist also ein Jahr der Stabilisierung, nachdem auf den Bauboom der späten 90er und frühen 2000er Jahre auch auf europäischer Ebene ein deutlicher Rückgang folgte. Im Bereich der Bautätigkeit entspannt sich die Situation der abgeholten Baugenehmigungen, auch wenn sich die negative Entwicklung noch auf die Bauabschlüsse auswirkt. Die Zahlen der Unternehmen, der aktiven Arbeiter und der geleisteten Arbeitsstunden erreichen ähnliche Werte wie 2009“, so das Astat zusammenfassend.Immobilienmarkt„Die Immobilienwerte für Liegenschaften im ausgezeichneten Zustand bewegen sich zwischen 4.003 und 5.194 Euro/Quadratmeter in Bozen und zwischen durchschnittlich 2.486 und 3.370 Euro/ Quadratmeter in den anderen Gemeinden“, heißt es in der Publikation weiter. Die Bozner Werte sind laut Astat stabil geblieben und jene der anderen Gemeinden steigen. Die Höchstwerte liegen in 14 Gemeinden über 4.000 Euro/Quadratmeter, darunter in Bozen und Brixen, in den jeweiligen Nachbargemeinden und den touristischen Gemeinden im Dolomitengebiet.Die Mieten betragen in Bozen 12 bis 17 Euro/Quadratmeter monatlich und in den anderen Gemeinden 6 bis 10 Euro/Quadratmeter.Die Kosten für den Baugrund bewegen sich in den Ortskernen zwischen 283 und 418 Euro/ Quadratmeter. In Bozen bezahlt man dafür das Vierfache. In der Landeshauptstadt haben sich die Immobilienpreise laut Astat auf einem hohen Niveau eingependelt, während sie in den anderen Gemeinden leicht, aber kontinuierlich steigen.WohnbauDie Autonome Provinz Bozen zahlte im Jahr 2010 für Maßnahmen im Bereich Wohnungsbau 198 Millionen Euro aus, davon 71 Millionen Euro als Beiträge für den Bau, Kauf und die Wiedergewinnung der Erstwohnung. Die meisten Gesuche wurden für Schenkungsbeiträge gestellt (62,0 Millionen Euro). Für die Darlehen aus dem Rotationsfonds wurden knapp 2,8 Millionen Euro ausbezahlt.Für diese Förderungen wurden von der Landesverwaltung 2.058 Gesuche (+2,8 Prozent gegenüber 2009) geprüft und 1.869 genehmigt (+7,3 Prozent). Insgesamt hat das WOBI im vergangenen Jahr 5.014 Wohnungsgesuche erhalten. Der Zehnjahrestrend zeigt einen kontinuierlichen Anstieg. Weiters wurden im Jahr 2009 genau 10.163 Ansuchen um Wohngeld vom WOBI zugelassen, dabei wurden 37,2 Millionen Euro ausbezahlt.Im Bild: Markthöchstwerte der Wohnungen in sehr gutem Erhaltungszustand in zentraler und halbzentraler Lage nach Gemeinde im Jahr 2010 (Werte in Euro/m² laut handelsüblicher Messung). Quelle: Astat