„Wir sehen robuste Auftragslagen in vielen Branchen, hohe Qualität und eine enorme Bereitschaft zur Innovation“, fasst lvh-Präsident Martin Haller das zu Ende gehende Jahr zusammen. „Gleichzeitig dürfen wir nicht übersehen, dass uns zentrale Themen weiterhin bremsen.“<BR /><BR />Gemeint sind vor allem der zunehmende Fachkräftemangel, verschärft durch fehlenden leistbaren Wohnraum, der digitale Anpassungsdruck sowie die nach wie vor hohe Bürokratiebelastung. Haller betont: „Der lvh bemüht sich gemeinsam mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern, spürbare Entlastungen zu erzielen, allerdings mahlen die Bürokratiemühlen sehr langsam. Klar ist jedoch, dass wir nicht jedes Jahr neue Pflichten brauchen, sondern endlich echte Erleichterungen in kleinen Schritten.“<h3> Entscheidungen in Rom und Bozen sind ausschlaggebend</h3>Wie sich der Sektor entwickelt, hänge maßgeblich von den Entscheidungen in Bozen und Rom ab – „ob bei Investitionsanreizen, Ausbildungsförderungen oder administrativen Erleichterungen“, sagt lvh-Direktor Walter Pöhl. <BR /><BR />Im steuerlichen Bereich zeichnen sich mit Blick auf den Haushaltsentwurf einige Anpassungen ab. Für private Steuerzahler vorgesehen sind unter anderem eine mäßige Reduzierung des Steuersatzes von 35 auf 33 Prozent für mittlere Einkommen, neue Vorgaben für Kurzzeitvermietungen sowie die Bestätigung der bisherigen Abzüge für Sanierungen und den Ecobonus, die ein Impuls für Sanierungsprojekte sein könnten.<BR /><BR />Unternehmen profitieren von der erneuten Möglichkeit, Immobilien oder bestimmte Güter begünstigt zu übertragen bzw. aus dem Betriebsvermögen zu entnehmen, informiert der lvh. Hinzu kommt eine erleichterte Regelung für ältere Steuerschulden. Mit der Rückkehr der Hyperabschreibung auf neue Investitionsgüter setzt der Staat zudem einen deutlichen Investitionsimpuls.<BR /><BR />Parallel dazu setzt das Land mit Investitionen in Infrastruktur, Mobilität, Wohnen und Bildung zentrale Akzente. Damit ergeben sich für das Handwerk sowohl Chancen durch neue Aufträge als auch wichtige strukturelle Verbesserungen.<BR /><BR />Die Summe dieser Maßnahmen bestimmten, wie sicher Betriebe planen können – von Liquidität über Investitionsentscheidungen bis hin zur Personalentwicklung. Genau deshalb, so Pöhl, brauche es eine konsequente Entlastung bei den administrativen Abläufen: „Unsere Betriebe brauchen weniger Papier, weniger Warten, weniger Hürden – und mehr Raum für Wertschöpfung. Der Staat und das Land müssen 2026 konsequent daran arbeiten.“