Die Konzernleitung gab die Schließung jenes Teils des Meraner Werks bekannt, in dem polykristallines Silizium für Solaranlagen hergestellt wurde.In einer Stellungnahme macht SunEdison die Weltmarktsituation für die Schließung verantwortlich, die eine Umstrukturierung des Konzerns notwendig mache.Von der Schließung betroffen sind vorerst rund 200 Mitarbeiter, 35 weitere werden im Laufe des Jahres folgen, weil auch der Trichlorsilan-Werksbereich in Sinich geschlossen wird."Die Nachricht von der Schließung eines Teils des Werks ist eine denkbar schlechte", so Landeshauptmann Arno Kompatscher und Arbeitslandesrätin Martha Stocker, "und zwar auch, weil das Land in diesen Jahren alles unternommen hat, um den Konzern darin zu unterstützen, das Meraner Werk zur Gänze weiterzuführen".Nun gelte der Fokus des Landes den betroffenen Mitarbeitern: "Wir werden uns ihrer auf breiter Front annehmen, die Arbeitsämter, die Berufsberatung und die Berufsbildung sind bereits aktiv", so Stocker, für die es nun darum geht, die Betroffenen zu betreuen, zu beraten und eine schnellstmögliche Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen."Unsere Gedanken gehören den Mitarbeitern und deren Familien und wir werden alles daran setzen, dass keiner allein gelassen wird", ergänzt Landeshauptmann Kompatscher.Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist die Ankündigung von SunEdison, im Zuge der weltweiten Umstrukturierung des Konzerns den Bereich zur Herstellung von monokristallinem Silizium für Halbleiter in Sinich zu verstärken. Dieser beschäftigt derzeit rund 230 Mitarbeiter.