Samstag, 25. Februar 2017

3. Meisterempfang: „Ohne Meisterausbildung keine Lehrlingsausbildung!“

Über 200 Meister samt Familie sowie namhafte Vertreter aus Politik und Wirtschaft haben sich am Freitag in Bozen eingefunden, um gemeinsam den 3. Meisterempfang des Südtiroler Meisterbundes zu begehen

Ehrung für 33 erfahrene Meister
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Ehrung für 33 erfahrene Meister

Neben den Ehrungen verdienter Mitglieder und dem persönlichen Austausch stand ein Thema im Mittelpunkt, das in der Gesellschaft und besonders in der Wirtschaftswelt oft tabuisiert wird: Unternehmertum und Scheitern.

Obermeister Martin Haller sah die große Teilnehmerzahl als Bestätigung und Zeichen der Wertschätzung und dankte auch dem Gastgeberbetrieb Auto Brenner, der selbst 8 Angestellte mit Meistertitel beschäftigt, für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten.

„Wenn es keine Meisterausbildung gibt, gibt es auch keine Lehrlingsausbildung“, betonte er in seine Ansprache und verwies dabei auf eine kürzlich herausgegebene Studie des Amts für Arbeitsmarktforschung, wonach Betriebe mit Meistern wesentlich mehr Lehrlinge ausbilden als jene ohne. Er berichtete auch über die Erfolge, die der Meisterbund seit seiner Gründung feiern durfte.

„Aktuell sind wir dabei, ein offizielles Meisterverzeichnis einzurichten, um dem Meistertitel mehr Sichtbarkeit zu geben. Die Handelskammer unterstützt dieses Vorhaben und wir hoffen auf eine baldige Umsetzung“, so Haller. Landeshauptmann Arno Kompatscher dankte in seiner Ansprache dem Südtiroler Meisterbund für die tatkräftige Sensibilisierungsarbeit für den Meistertitel, Landesrat Philipp Achammer unterstrich die Wichtigkeit des Meisters als Vorbild und Leitfigur für junge Auszubildende.

Im Anschluss wurden insgesamt 33 Meister prämiert, die ihren Meisterbrief bereits seit 30 und mehr Jahren besitzen und damit für hohe Qualität und Einsatzbereitschaft bürgen. Gemeinsam mit Landeshauptmann Kompatscher übergaben Obermeister Martin Haller und seine Stellvertreter Ester Brunini und Peter Mayrl die Ehrungen.

Impulse zum richtigen Umgang mit dem Tabu-Thema „Scheitern“ gab Gastreferent Reinhold Karner. Karner, der nach 21 Jahren erfolgreicher Betriebsführung mit seinem IT- und Beratungsunternehmen Insolvenz anmelden musste, veranschaulichte anhand seiner Erfahrungen wie man mit persönlichen und beruflichen Rückschlägen umgehen kann.

„So viel wie man durch das Scheitern lernt, lernt man an keiner Uni. Auch der Erfolg hat noch niemals jemandem etwas gelernt", brachte es der Referent auf den Punkt und hob hervor, dass es nicht die Schwierigkeit wäre, Erfolg zu haben, sondern ihn zu halten. Dies könne man vor allem durch Innovation realisieren: „Finden Sie einfach ein reales Problem, dann die Lösung dazu und der Kunde wird es ihnen danken.“

Im Rahmen der Vollversammlung wurde auch die neue Homepage des Meisterbundes www.meisterbund.it vorgestellt, die an die Imagekampagne von 2016 angelehnt wurde. Dabei ist die Seite nicht nur reine Informationsplattform, sondern haben die Mitglieder des Meisterbundes nun auch die Möglichkeit, ihr eigenes Meisterprofil anzulegen, das über die Meistersuche mit Filterfunktion aufgerufen werden kann.

stol