Mittwoch, 24. Oktober 2018

42 neue Busse für den Liniendienst in Bozen, Meran und Leifers

Die Landesregierung investiert 11,6 Millionen Euro in den Ankauf von neuen Hybrid-Bussen für den öffentlichen Nahverkehr in den städtischen Gebieten.

42 neue Busse für den Liniendienst in Bozen, Meran und Leifers - Foto: STA
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42 neue Busse für den Liniendienst in Bozen, Meran und Leifers - Foto: STA

Die Busflotte modernisieren, den Nahverkehr den Bedürfnissen der Fahrgäste anpassen und umweltfreundliche Mobilitätsformen fördern – darauf zielt ein Beschluss der Landesregierung vom Dienstag ab, mit dem der Gesellschaft SASA ein Investitionsbeitrag für den Kauf von neuen Autobussen gewährt wird.

„Angekauft werden insgesamt 42 neue Busse, die dem Konzessionsinhaber SASA zur Verfügung gestellt werden, um die Busdienste in Meran, Bozen und Leifers sowie in Lana zu modernisieren“, erklärt Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

Die Landesregierung investiere kontinuierlich in die Erneuerung der Bus- und Zugflotte, um den Umstieg der Bürger auf den öffentlichen Nahverkehr langfristig zu fördern und eine konkurrenzfähige Alternative zum Privatauto zu schaffen, so Mussner.

Grundsätzlich werden Hybridbusse (Diesel und Elektrisch) neu angekauft. Für die acht Busse mit weniger als zehn Metern Länge wurde Diesel Euro 6 gewählt, da kleine Busse noch nicht als Hybridbusse erhältlich sind.

„Die Hybridbusse haben einen Elektromotor, der den Verbrennungsmotor unterstützt und diesen so entlastet. Dies ermöglicht es, bei jedem Start von Anfang an die schädlichen Emissionen zu verringern und gleichzeitig Kraftstoff einzusparen“, erklärt der für Mobilität zuständige Ressortdirektor Valentino Pagani. Beim Bremsen erzeuge der Elektromotor elektrische Energie, speichere diese in den beiden Rückgewinnungsmodulen und spare somit Energie, so Pagani.

Laut Beschluss der Landesregierung wurde auf den Ankauf von weiteren Methangasbussen verzichtet, da die Wartungskosten dieser im Durchschnitt um 25 Prozent höher sind als bei Dieselbussen, und zwar in erster Linie wegen der größeren Anzahl von Verschleißteilen und zum anderen wegen der Handhabung der Gasflaschen. Aufgrund des höheren Wartungsbedarfs sind die Methangasbussen etwa zehn Tage im Jahr nicht verfügbar.

Bei gleicher Einsatzdauer wären somit mehr Fahrzeuge erforderlich. Auch können 12 Meter lange Methangasbusse wegen des zusätzlichen Gewichts der Methangasflaschen weniger Passagiere transportieren als Hybridbusse. „Durch die Einführung der Abgasnorm Euro 6 gibt es auch keine wesentlichen Unterschiede mehr zwischen Methangas und Dieselbussen, was den Ausstoß von Schadstoffen betrifft“, erklärt der Direktor der Abteilung Mobilität, Günther Burger.

lpa

stol