„Wir sehen es als Landesinteresse an, dass so ein innovatives und zukunftsweisendes Unternehmen im Land bleibt. Derzeit ist es auf mehrere Standorte verteilt“, sagt Wirtschaftslandesrat Philipp Achammer. Das Land sehe es als Verpflichtung an, dem Betrieb Alpitronic eine Entwicklungsmöglichkeit zu geben. <BR /><BR />Das Verfahren zur Ausweisung wird laut Achammer in den nächsten Wochen eingeleitet. „Terlan ist die Option, es gibt keine Alternative“, betont er. Grund und Boden seien in Südtirol begrenzt, und es gelte, genau zu schauen, welche Neuausweisungen zuzulassen seien. Einem Südtiroler Unternehmen mit so einer Perspektive müsse eine Entwicklung ermöglicht werden. Es gehe schließlich auch um viele qualifizierte Arbeitsplätze.<BR /><BR />Gegen die strategische Ausweisung des 5 Hektar großen Grundstücks in Siebeneich stellt sich die Initiativgruppe für ein nachhaltiges Terlan. Mit einer Unterschriftenaktion macht sie Druck und verweist auf den großen landschaftlichen Eingriff, auf das erhöhte Verkehrsaufkommen und auf die Beeinträchtigung der 50 Meter entfernten Wasserschutzzone und des Naherholungsgebietes Margarethenwald. 500 Unterzeichner aus dem Terlaner Gemeindegebiet tragen mit ihrer Unterschrift den Protest mit; auch einige Gemeinderäte der SVP-Fraktion stellen sich gegen die Ausweisung.<h3> „Unserer Rechte beraubt“</h3>„Mit der geplanten strategischen Ansiedlung des Unternehmens vonseiten der Landesregierung werden wir Terlaner unserer demokratischen Rechte beraubt und zwangsbeglückt“, schreibt die Initiativgruppe um SVP-Gemeinderat Alexander Höller, Christine Nigg und Markus Pichler. Es dürfe kein unwiederbringlicher Fehler gemacht werden, der die Entwicklung der Gemeinde für die nächsten Generationen präge, wie es wörtlich heißt.<BR /><BR />Auch Terlans Bürgermeister Hans Zelger ist kein Befürworter der Ansiedlung: „Es war von verschiedenen Standorten die Rede; wenn Terlan der Standort sein soll, ist hier niemand begeistert.“ Schließlich müsse viel Grund zur Verfügung gestellt werden. Die Leute hätten Bedenken, in welche Richtung sich Terlan mit der Ansiedelung eines Betriebes dieser Größenordnung entwickeln werde. <BR /><BR />„Wenn es Terlan aber trifft, werden wir Verantwortung übernehmen. Alle sagen, wie toll der Betrieb ist, aber alle möchten ihn beim Nachbarn ansiedeln“, betont Bürgermeister Zelger. Eine solche Haltung sei nicht in Ordnung.