Donnerstag, 25. Oktober 2018

50 Jahre Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen

Vor 50 Jahren wurde die Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen der Diözese Bozen-Brixen gegründet. Heute (25. Oktober) haben ein Großteil der 100 aktiven „Häuserinnen“ das Jubiläum gemeinsam mit Diözesanbischof Ivo Muser in Bozen begangen. Dabei wurde auf den Wandel des Berufsbildes hingewiesen. Die Haushälterinnen seien oft diejenigen, die das Pfarrhaus zum Ort der Begegnung und des Dialogs machen, unterstrich Petra Leigers, die Bundesvorsitzende der Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen Deutschlands.

Die Pfarrhaushälterinnen im Pastoralzentrum mit Bischof Muser und dem geistlichen Assistenten Michael Horrer. - Foto: Diözese Bozen-Brixen
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Die Pfarrhaushälterinnen im Pastoralzentrum mit Bischof Muser und dem geistlichen Assistenten Michael Horrer. - Foto: Diözese Bozen-Brixen

„Offene Türen im Pfarrhaus“ war das Motto der Jubiläumsveranstaltung der Pfarrhaushälterinnen und ihre Rolle als „Türöffnerinnen“ wurde heute bei der 50-Jahrfeier immer wieder betont. So auch von Michael Horrer, dem Bischofssekretär und geistlichem Assistenten der Pfarrhaushälterinnen: "Die Arbeit von euch Haushälterinnen ist nicht nur eng mit dem Leben des Pfarrers verknüpft, sondern auch mit dem Geschehen in der Pfarrgemeinde selbst. Eure Arbeit und euer Wirken ist in der heutigen Zeit für die ganze Pfarrei von großer Bedeutung".

Haushälterinnen für Seelsorger von großer Wichtigkeit

Beim Dankgottesdienst im Bozner Dom hob auch der Bischof die Wichtigkeit der Pfarrhaushälterinnen im Alltag der Seelsorger hervor: „Ihr Pfarrhaushälterinnen arbeitet in einem Haus, in dem ein oder mehrere Priester leben. Die Hauptaufgabe des Priesters ist die Seelsorge. Aber ein Priester ist auch ein Mensch mit all seinen Grenzen und Unzulänglichkeiten. Ihr Haushälterinnen kennt die Priester nicht nur als Seelsorger, sondern auch als Menschen mit ihrem Charakter, mit ihren positiven und negativen Seiten. Gerade durch eure Arbeit stellt Ihr sicher, dass im Widum eine gute zwischenmenschliche Atmosphäre herrscht."

Nach dem Dankgottesdienst mit Bischof Muser im Dom versammelten sich die knapp 100 Pfarrhaushälterinnen zum Festakt im großen Saal des Pastoralzentrums. Nach den Grußworten von Loise Ritsch, der Vorsitzenden der Berufsgemeinschaft, hielt Petra Leigers, die Bundesvorsitzenden der Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen Deutschlands, die Festrede. Dabei ging sie auf den Rollenwandel ein, die das Berufsbild der Pfarrhaushälterin in den vergangenen Jahrzehnten durchgemacht hat und den es noch durchmachen wird: „Wenn zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts die Haushälterinnen noch ganz im Dienst des Priesters standen, wurden sie im Laufe der Zeit zu wichtigen Figuren für die gesamte Pfarrgemeinde.

„Türöffnerinnen“ im Wandel der Zeit

Heute sind die Pfarrhaushälterinnen oft diejenigen, die das Pfarrhaus zu einem Ort der Begegnung und des Dialogs machen, in dem Menschen Hilfe finden und wo ihnen zugehört wird. Eine Tür zu öffnen, jemanden mit einem Lächeln zu begrüßen, hilft oft, den Dialoge zu fördern. Wir Pfarrhaushälterinnen haben Augen, Ohren und ein Herz für alle“, sagte Leigers. „Unser Beruf verändert sich immer noch“, unterstrich Leigers, „und manche stellen sich die Frage, ob es in der Zukunft immer noch Pfarrhaushälterinnen geben wird. Natürlich, aber vielleicht wird dieses Berufsbild auf eine andere Art und Weise ausgeübt. Es ist deshalb unsere Aufgabe, die Augen vor den neuen Realitäten nicht zu verschließen und die neuen Wege, die sich uns eröffnen, nicht nur als Christen, sondern auch als Haushälterinnen, die ihre Arbeit als Mission begreifen, zu gehen."

Anschließend gab es einen einen Rückblick in Bildern auf die 50-jährige Geschichte der Berufsgemeinschaft und die Journalistin Martina Rainer vom Katholischen Sonntagsblatt stellte die Broschüre „Gesegnete Mahlzeit“ mit Rezepten der Pfarrhaushälterinnen vor.

Abschließend hat Bischof Ivo Muser die Ehrungen der langgedienten Pfarrhaushälterinnen vorgenommen. Geehrt worden sind Maria Tasser (25 Jahre in Wengen), Frieda Kuppelwieser (Lengstein) und Josefa Prousch (St. Vigil Enneberg) (je 50 Jahre) und Maria Prackwieser (65 Jahre in St. Walburg/Ulten) für ihre jahrzehntelange Tätigkeit.

stol

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