Donnerstag, 26. Mai 2016

60 Prozent mehr unbefristete Arbeitsverträge abgeschlossen

Der Jobs Act zeigt Wirkung: Im Jahr 2015 wurden in Südtirol 8650 zusätzliche unbefristete Arbeitsverträge abgeschlossen. Das entspricht einem Plus von 60 Prozent gegenüber 2014.

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Foto: © APA/EPA

Diese Zunahme ist vollständig auf die durch das Stabilitätsgesetz 2015 eingeführte Beitragsbefreiung zurückzuführen, heißt es in der neuesten Ausgabe von „Arbeitsmarkt News“. Das zeige die Tatsache, dass jene Arbeitnehmer unbefristet eingestellt worden seien, die die für die Beitragsgewährung notwendigen Voraussetzungen erfüllten.

Inwieweit diese bezuschussten Arbeitsverhältnisse auch effektiv stabiler als die nicht bezuschussten sind, war die zentrale Frage, mit der sich die Beobachtungsstelle für den Arbeitsmarkt befasst hat. Eine größere Stabilität war eines der Ziele, das mit der Förderung der unbefristeten Verträge erreicht werden sollte.

Die Ergebnisse der Studie sind relativ ernüchternd, stellt der Direktor der Landesabteilung Arbeit, Helmuth Sinn, fest. „In den ersten 11 Monaten - für diesen Zeitraum lässt sich bisher eine Aussage treffen - erweisen sich die bezuschussten Arbeitsverhältnisse nur in einigen Sektoren stabiler“, sagte er. „Diese größere Stabilität geht allerdings zu Lasten anderer Gruppen von Arbeitnehmern und insgesamt zeigt sich keine Verbesserung, da gleichzeitig die befristeten Verträge kurzlebiger wurden.“ Auch habe die Zahl der stabilen Arbeitsplätze auf dem gesamten Arbeitsmarkt dabei nicht zugenommen, unterstreicht der Arbeitsmarktexperte. 

sor/D

stol