„Mit 66 Prozent müssen wir mittlerweile unsere Gewinne besteuern, dies ist 20 Prozent mehr als in den restlichen europäischen Ländern. Die Bürokratie kostet den KMUs jährlich 30 Milliarden Euro, die Kredite hingegen sind seit 2011 zurückgegangen. Wie sollen die Betriebe unter diesen Bedingungen noch arbeiten?“, so LVH-Präsident Gert Lanz. In den letzten fünf Jahren hätten etwa 1000 Betriebe täglich ihre Tore geschlossen, das im Land produzierte Kapital sei um neun Produzent geschrumpft, die Arbeitslosigkeit habe sich verdoppelt und der Steuerdruck 44,3 Prozent des BIP erreicht. Um dem Unmut Ausdruck zu verleihen und die Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Kurswechsels deutlich zu machen, haben am Dienstag in Rom über 60.000 Unternehmer protestiert, darunter auch 80 Südtiroler.Die Forderungen in konkrete Worte fassten im Rahmen der Kundgebung die Präsidenten der fünf italienischen Wirtschaftsverbände Confartigianato, CNA, Casartigiani, Confcommercio und Confesercenti.„Wir werden der Politik einige konkrete und sofort umsetzbare Vorschläge liefern, die wieder ein positives Klima, neues Vertrauen in die Zukunft sowie akzeptable Arbeitsbedingungen schaffen“, so Giorgio Merletti, Präsident der Confartigianato."Ob sich konkret etwas ändern und die Politik auf den Aufschrei der Unternehmer reagieren wird, ist ungewiss auch angesichts der Veränderungen in der italienischen Regierung", so Lanz.