Freitag, 29. November 2019

68 Millionen Euro für Instandhaltungsarbeiten

Sicherheit geht vor: Das hat sich die Brennerautobahngesellschaft seit jeher auf ihre Fahnen geschrieben. Der A22-Verwaltungsrat hat bei seiner Sitzung am Freitag 68 Millionen Euro für die ordentliche Instandhaltung der Autobahn im Jahr 2020 vorgesehen.

Die Brennerautobahn im Eisacktal.
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Die Brennerautobahn im Eisacktal. - Foto: © a22

„Der Schutz des Gebietes an der Autobahn und die Sicherheit der Strecke gehören nicht erst seit heute zu den Prioritäten unserer Gesellschaft“, kommentierte A22-Präsident Hartmann Reichhalter. „Unsere Konzession ist bekanntermaßen zwar schon seit 30. April 2014 verfallen“, erklärte Geschäftsführer Diego Cattoni, „trotzdem investieren wir einen erheblichen Teil des Umsatzes in die Instandhaltung“.

Dafür hat der Verwaltungsrat Ausgaben in der Höhe von 68 Millionen Euro genehmigt: 24 Prozent davon für Asphaltierungsarbeiten, 19 Prozent für Daten- und Telekommunikationssysteme sowie technische Anlagen, 15 Prozent für Kunstbauwerke (Brücken und Viadukte) und 9 Prozent für Tunnels. Der Rest verteilt sich auf verschiedene Arbeiten von der Pflege der Grünanlagen über die Beschilderung bis zu den Leitplanken.


Grünes Licht gibt es für ein Abkommen mit dem Land Südtirol zur Absicherung von 5 Bächen zwischen den Autobahnkilometern 4 und 80 im Eisacktal (Kilometer 0 liegt am Brennerpass, Kilometer 314 in Campogalliano). Es handelt sich dabei um den Ziroger Alm Bach, den Kreithofer Bach, den Riesenbach, den Filseck Bach und den Campil Bach. Diese Bäche schwellen bei starken Regenfällen an und können Muren und Hochwasser auslösen. Die Autobahngesellschaft beteiligt sich mit 4,6 Millionen Euro an den Gesamtkosten des Landes in der Höhe von 6,8 Millionen Euro. Diese Ausgaben wirken sich jedoch nicht auf die Instandhaltungsarbeiten aus, sondern werden im Kapitel „neue Bauwerke“ verbucht.

„Wir wissen alle, dass die Brennerautobahn im Eisacktal schwierigen morphologischen Bedingungen mit zahlreichen Bachläufen unterliegt“, so der technische Generaldirektor Carlo Costa. „Daher gilt unsere höchste Aufmerksamkeit der Vermeidung von Muren im Bereich der Autobahn.“ Nicht zuletzt hat der Verwaltungsrat die ordentliche Instandhaltung von 11 Überführungen zwischen Kilometer 2 und 77 sowie der Pfeiler und der Widerlager der Viadukte Tirsens und Tirsens 1 bei Kilometer 63 genehmigt. Das OK gab es zudem für ein Abkommen mit der Universität Bologna in Bezug auf eine Studie zur Verbesserung der Werte der Lärmschutzwände und für den Bau der Umfahrung von Vahrn.

Weiters hat der Verwaltungsrat während der Sitzung beschlossen, die Gesellschafterversammlung einzuberufen, um sich zum Vorschlag der Region Trentino-Südtirol zu äußern, eine außerordentliche Dividendenausschüttung in Höhe von maximal 10% der Sonderrücklage vorzunehmen.

stol