Dienstag, 12. Dezember 2017

A22: „Dritte Fahrspur in Richtung Norden nicht möglich“

Das vergangene Wochenende um Mariä Empfängnis hatte es verkehrstechnisch in sich: Stau, Stau und nochmal Stau erwartete Reisende und Einheimische, nicht nur, aber vor allem auf der Brennerautobahn in Richtung Süden. Seitdem wurden Rufe nach einer 3. Fahrspur laut. Am Dienstag äußerte sich Landeshauptmann Kompatscher dazu.

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Foto: © STOL

„Es gibt bereits erste Vorschläge für eine 3. Fahrspur auf der A22, es ist nicht mehr nur eine Idee“, erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag nach der Sitzung der Landesregierung auf die Frage eines italienischen Kollegen hin.

Einerseits denke man ebendiese Lösung für die Strecke von Verona nach Modena an, andererseits eine dynamische 3. Fahrspur von Verona bis nach Bozen. Denn: „Das größte Problem haben wir von Bozen in Richtung Süden“, so Kompatscher.

Wichtige - wenn auch schon oft angesprochene - Lösungen für den Verkehr auf der A22 seien auch die Verlegung des Güterverkehrs auf Schienen und die Mauterhöhung für Lastwagen auf der A22.

Zwei Treffen im neuen Jahr

Im neuen Jahr stehen zwei Treffen an, um sich mit diesem Thema zu befassen: Einerseits am 8. Jänner in München, wo man gemeinsam mit den Verkehrsministern von Bayern, Tirol, Südtirol, dem Trentino und dem Veneto über den Schwerlastverkehr auf der Brennerroute sprechen möchte.

Am 15. Jänner findet dann ein zweites Treffen in Bozen statt, diesmal nur mit Vertretern der Euregio, wo es um Lösungen innerhalb dieser Zone gehen soll.

Allerdings, so betont Kompatscher: „In Richtung Norden haben wir schon allein aus rein technischen Gründen keine Möglichkeit, eine 3. Fahrspur anzulegen. Dazu müsste man eine zweite Autobahn bauen - und das schließen wir aus.“

stol/liz

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